Tumpel zu Bericht der Pensionskommission: Keine Empfehlungen auf Basis überholten Daten - Entscheidung für Überarbeitung richtig

Wien (OTS) - "Die Kommission folgt weitgehend den Anregungen der
AK, wird den Bericht überarbeiten und auf neuesten Stand bringen", zeigt sich AK Präsident Herbert Tumpel zufrieden. Die AK hatte kritisiert, dass die Kommission bei ihrem Bericht wesentliche Aspekte ausblendet und von überholten, viel zu pessimistischen Annahmen ausgegangen ist. Das soll jetzt korrigiert werden. Insbesondere sollen in der Überarbeitung die kostendämpfende Maßnahmen durch die Budgets ab 2011 und die jüngsten wesentlich optimistischeren Annahmen für die Konjunkturentwicklung einfließen. "Es ist notwendig, die nächsten Monate abzuwarten, um feststellen zu können, welche Trends sich verfestigen, damit die Ausgangsbasis für mittel- und längerfristigen Berechnungen geklärt ist", sagt Tumpel und ist überzeugt, dass die überarbeiteten Berechnungen einen wesentlich günstigeren Finanzierungsbedarf für das gesetzliche Pensionssystem ergibt, als der ursprüngliche Entwurf. In den neuen Bericht sollen jedenfalls die Beamtensysteme und die öffentliche Förderung für die betriebliche und private Vorsorge auch in die Betrachtung miteinbezogen werden. " Aber das Wichtigste für die Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems ist eine hohe Beschäftigung und ein solides Wirtschaftswachstum - das gilt es zu erreichen und zu sichern."

Datenvergleich:
Vergleich Gutachten - Aktuelle Prognosen

Bruttoinlandsprodukt (BIP) lt Gutachten Pensionskommission
2010: 1,4 Prozent; 2011: 1,6 Prozent; 2012: 1,7 Prozent; 2013: 1,7 Prozent; 2014: 1,6 Prozent

BIP lt aktuellen Prognosen Wifo, IHS
2010: 2 Prozent; 2011: 2 Prozent; 2012: 2,1 Prozent; 2013: 2,3 Prozent; 2014: 2,3 Prozent

Arbeitslosenrate (ALR) lt Gutachten Pensionskommission
2010: 8 Prozent; 2011: 8 Prozent; 2012: 8 Prozent; 2013: 8,1 Prozent; 2014: 8 Prozent

ALR lt aktuellen Prognosen
2010: 6,9 Prozent; 2011: 6,8 Prozent (Wifo)/6,7 Prozent (IHS); 2012:
6,9 Prozent (IHS); 2013: 6,8 Prozent (IHS); 2014: 6,7 Prozent (IHS)

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