Bank-Austria-Chef Willibald Cernko im NEWS-Interview: "Ich wählte einen anderen Weg."

Österreichs mächtigster Bankmanager über Alessandro Profumo, das Osteuropa-Geschäft sowie über üppige Gehälter und Abfertigungen.

Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt Willibald Cernko, seit genau einem Jahr ist er Chef der Bank Austria, wie er den Abgang von UniCredit-Chef Alessandro Profumo erlebt hat, wie er darüber denkt und was sich nun bei Österreichs größtem Kreditinstitut ändern wird.

Willibald Cernko über Profumo: "Ich habe ihn sehr geschätzt. Er war jemand, der mir großen Freiraum gegeben hat. Aber er war auch knallhart."

Mit dem Abgang von UniCredit-Boss Profumo wird sich auch an der Sonderstellung der Bank Austria für das Osteuropa-Geschäft nichts ändern, meint Cernko. "Es gibt keinen Bereich, wo wir den Rückzug antreten. Wir sind die größte Bankengruppe in Osteuropa und werden das auch bleiben."

Cernko zeigt sich im NEWS-Interview skeptisch zu den kommenden Belastungen für Banken (Basel III, Bankenabgabe und höhere Einlagensicherung): "Wenn wir alle Belastungen zusammenrechnen, dann kommen wir für die österreichische Kreditwirtschaft in Summe auf eine jährliche Belastung von fünf bis zehn Milliarden Euro."

Zwiespältig sieht Willibald Cernko auch die Diskussion rund um die Ablöse von 40 Millionen Euro für Alessandro Profumo. "Ja, ich habe Verständnis für die Diskussion. Habe aber einen differenzierten Zugang dazu. Zum einen gibt es eine vertragliche Grundlage, die ich nicht kommentieren möchte. Aber es ist eine Grundlage, die aus einer Zeit stammt, die deutlich vor der Krise gelegen ist."

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