SP-Deutsch ad Strache: Von "Blut und Boden" zur Mitleidsmasche

Einfach weinerlich, einfach Strache

Wien (OTS/SPW) - "Bei der Wiener FPÖ muss einiges im Argen liegen, denn ihre Propaganda treibt immer absurdere Blüten: Auf dem aktuellen Inserat in den Tageszeitungen stilisiert sich Strache mit einem Fadenkreuz im Hintergrund zum Opfer der 'Mächtigen'. Nach der unsäglichen 'Blut und Boden'-Rhetorik sind wir jetzt bei der weinerlichen Mitleidsmasche angelangt. Strache kopiert damit den freiheitlichen Übervater Jörg Haider nach dem Motto 'Sie sind gegen ihn, weil er für euch ist'. Nichts als ein müder Abklatsch, der zeigt wie verzweifelt die Stimmung in der blauen Parteizentrale ist", betonte der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch am Mittwoch. "Die heutigen abstrusen Anschuldigungen Straches gegen die Wiener SPÖ sind auf das Schärfste zurückzuweisen", so Deutsch weiter: "Wir stehen für das gute Zusammenleben in der Stadt - unsere Kandidatenliste bildet die Wiener Bevölkerung in ihrer ganzen Vielfalt ab. Darauf sind wir stolz!" Anstatt unhaltbare alte Vorwürfe ständig neu aufzukochen, solle Strache selbst Stellung beziehen: "Wie ist es um das Verhältnis zwischen der FPÖ und ihrem teils rechtsextremen Umfeld bestellt?"****

Dass sich gerade jene Partei, die keine Gelegenheit auslasse, gegen Menschen und Religionen zu hetzen, sich zum Opfer einer "Jagdgesellschaft" stilisiere, sei genauso peinlich wie perfid. Auch hier handle es sich um ein immer wiederkehrendes Muster in der FPÖ-Propaganda, so Deutsch: "Der Täter stellt sich als Opfer 'dunkler Mächte' dar - so wie in den klassischen Verschwörungstheorien, die gerne von rechter Seite ins Feld geführt werden." Allerdings, so Deutsch, habe die FPÖ mittlerweile jede Glaubwürdigkeit verspielt:
"Die Robin Hood-Karte 'sticht' längst nicht mehr - hat doch die Haider-FPÖ immer behauptet, gegen Privilegien zu kämpfen und sobald sie Regierung 2000 war, verstrickte sie sich nur noch in Korruptionsskandale."

Insgesamt betrachtet habe der Wahlkampf das Gesicht der FPÖ -"gekennzeichnet durch ein ambivalentes Verhältnis zur Demokratie und der Vergangenheit"- offen zutage treten lassen, führte Deutsch weiter aus: "Strache hat seinen Wahlkampf gleich mit Blut und Boden-Rhetorik eingeleitet. Dann machte die steirische FPÖ, angeführt von einem Mitglied der Kameradschaft IV - dem Traditionsverein der Waffen SS -, virtuell 'Jagd' auf Minarette. Die Fotos, seinen Umgang mit rechtsextremen Jugendlichen belegen, waren Strache kein klärendes Wort Wert. Und in seinem jüngsten Propagandapamphlet werden politisch Missliebige nicht nur als Ratten abgebildet, sondern auch noch mit einem Gegenmittel ('Odal') bedacht, das an den Namen eines NS-Propagandablattes erinnert. Es ist bezeichnend, dass Strache dieses Machwerk als 'Comedy' verharmlost, während sein Landesparteisekretär Jenewein versucht, kritische Journalisten in unflätigster Weise mundtot zu machen."

Strache habe seinen Wahlkampf allein darauf aufbaut, Menschen und Religionen gegeneinander aufhetzen, unterstrich Deutsch: "Für die Zukunft Wiens hat er kein Konzept, keine Idee. Er steht für den Rückschritt in Zeiten, die wir längst überwunden glaubten." Dagegen gestalte die Wiener SPÖ gemeinsam mit den Wienerinnen und Wiener die Zukunft dieser Stadt, so Deutsch abschließend: "Gegen die menschenfeindliche Geisteshaltung der FPÖ treten wir mit aller Entschlossenheit auf - am 10. Oktober wird der blauen Hetze eine klare Absage erteilt!" (Schluss) tr

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