"Equal Pay Day" - SPÖ Frauen fordern "Schluss mit den Geheimnissen rund ums Gehalt"

Heinisch-Hosek bekräftigt Unterstützung für 1.300 Euro Mindestlohn - Brauner: Wien auch frauenpolitisch vorne

Wien (OTS/SK) - Den heutigen "Equal Pay Day" - der Tag an dem
Frauen statistisch gesehen im Vergleich zu Männereinkommen bis zum Jahresende gratis arbeiten - nahmen die SPÖ Frauen zum Anlass für eine Aktion auf dem Wiener Rochusmarkt, um auf die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen aufmerksam zu machen. Frauenministerin Heinisch-Hosek, Vizebürgermeisterin Renate Brauner und FSG-Frauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek wiesen aber auch darauf hin, was bereits durchgesetzt wurde: Die Verpflichtung zu Einkommenstransparenz im Betrieb und bei Jobinseraten. ****

So müssen Betriebe ab 1. Jänner 2011 die durchschnittlichen Einkommen ihrer MitarbeiterInnen offenlegen - umgesetzt wird das in einem Stufenplan; in einem ersten Schritt betrifft die Einkommenstransparenz Betriebe mit mehr als 1.000 ArbeitnehmerInnen, in den Folgejahren wird sie stufenweise je nach Betriebsgröße erweitert. Außerdem müssen die Firmen in Stelleninseraten künftig angeben, wie hoch der jeweilige Kollektivvertrag ist und ob für die ausgeschriebene Stelle mehr bezahlt wird.

Als wichtigstes aktuelles Anliegen nannte Frauenministerin Heinisch-Hosek angesichts der Herbstlohnrunden die Forderung der Gewerkschaften nach 1.300 Euro Mindestlohn. Diese Forderung soll weitergetragen und breit unterstützt werden, so die Frauenministerin.

Brauner: "Wo die SPÖ die Möglichkeit hat, allein zu gestalten, geht auch für Frauen etwas weiter"

"Nicht dass es in Wien die Einkommensunterschiede nicht gäbe, aber sie sind österreichweit am geringsten", wies Vizebürgermeisterin Renate Brauner auf die vergleichsweise bessere Situation in der Bundeshauptstadt hin. So sei auch der "Equal Pay Day" in Wien erst am 10. Oktober. Dass an diesem Tag auch die Landtagswahlen in Wien sind, sei ein Symbol dafür, wie wichtig es sei, dass SozialdemokratInnen weiterhin die Politik in Wien gestalten. Denn: In Wien verdienen die Frauen im Österreich-Vergleich am besten, seien am besten qualifiziert und auch am meisten in Führungspositionen vertreten. "Aber wir haben noch viel vor", so Brauner, die u.a. auf den weiteren Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen verwies.

"Wenn es bei den Einkommensunterschieden so weitergeht, dann warten wir noch 80 Jahre, bis es gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit gibt", so FSG-Frauenvorsitzende Vondrasek. Auch sie betonte deshalb die Einführung von 1.300 Euro Mindestlohn als zentrale Forderung der Gewerkschaften.

Hinweis: Fotos von der Aktion der SPÖ-Frauen am Rochusmarkt, bei der PassantInnen u.a. aufgefordert wurden, ihr Gehalt auf einer Gehaltspyramide zu kennzeichnen, sind bei Fr. Elisabeth Bessert unter 01/53427/273 oder 0664/830 43 54 oder elisabeth.bessert@spoe.at erhältlich. (Schluss) ah

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