Schwentner: Equal Pay Day zeigt Versäumnisse auf

Grüne fordern mehr Engagement gegen Einkommensdiskriminierung

Wien (OTS) - "Dass Frauen immer noch drei Monate länger arbeiten
um das gleiche zu verdienen wie Männer bestätigt erneut, wie groß die Versäumnisse der Frauenpolitik in Österreich sind. In den letzten Jahren wurde vor allem wortreich angekündigt, aber nichts umgesetzt", so Schwenter, Frauensprecherin der Grünen, zum heutigen Equal Pay Day. Wenig zufriedenstellend sei vor allem der Gesetzesentwurf zu dem von Frauenministerin Heinisch-Hosek präsentierten Modell zur Einkommenstransparenz.

"Eine Verbesserung der Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern ist mit dem vorgelegten Gesetzesentwurf nicht zu erreichen. Den Unternehmen drohen keinerlei Sanktionen, wenn sie die Einkommensberichte nicht erstellen", erläutert Schwentner. Der Entwurf für das Einkommenstransparenzmodell weist eine äußerst schiefe Optik auf. Denn statt Strafen für Betriebe, die gegen das Gesetz verstoßen, sind Strafen für Arbeitnehmerinnen vorgesehen, die sich über ihre Gehälter unterhalten. Heinisch-Hosek hätte sich hier von Anfang an in die Verhandlungen einbringen müssen, um sicherzustellen, dass das Gesetz seinen Zweck auch erfüllt. "Anstatt sich immer nur auf die Sozialpartnerverhandlungen auszureden, sollte Heinisch-Hosek aktiv in die Verhandlungen eingreifen. Auch zum geforderten Mindestlohn von 1.300 Euro brutto muss Heinisch-Hosek endlich einen Gesetzvorschlag vorlegen", fordert Schwentner.

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