SP-Krotsch ad VP-Feldmann: ÖVP aus frauenpolitischer Sicht eine Enttäuschung

Einkommensschere in Wien bundesweit am geringsten

Wien (OTS/SPW-K) - "Enttäuschend ist einzig und alleine das, was die ÖVP als ihre Frauenpolitik bezeichnet", reagiert SPÖ-Frauensekretärin, Gemeinderätin Mag.a Nicole Krotsch auf eine Aussendung, "Alleine eine Stadträtin als 'Frau Stadtrat' anzureden zeugt von der Ewiggestrigkeit der Volkspartei. Das ist insofern natürlich umso bedauerlicher, als es in der Frauenpolitik ganz besonders um Solidarität geht und alle Frauen über Fraktionsgrenzen hinweg im Dienst der Sache zusammenarbeiten sollten."

Tatsache sei jedenfalls, dass die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern in Wien bundesweit am kleinsten ist, sagt Krotsch: "Das ist natürlich kein Zufall, sondern das Ergebnis der konsequenten Frauen- und Arbeitsmarktpolitik, die wir in Wien verfolgen. Dass Frau Feldmann das im Dienste einer polemischen Wahlkampfmeldung einfach negiert, demonstriert den politischen Stil der Volkspartei." Die Einkommensschere betrage in Wien 22,6 Prozent. "Damit haben wir zwar den besten Wert in Österreich, Ziel ist es aber natürlich, die Schere ganz zu schließen. Daran arbeiten wir mit großem Engagement und großer Konsequenz", sagt Krotsch.
Dass Frauenministerin Heinisch-Hosek Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz verankern werde, sei in diesem Zusammenhand ein wichtiger Meilenstein.
"Der Magistrat geht mit gutem Beispiel voran. Hier werden die Gehälter freiwillig offengelegt werden. Eine Prüfung der rechtlichen Möglichkeiten ist bereits in Vorbereitung", sagt Krotsch. Auch habe Wien mit der betrieblichen Frauenförderung eine sehr wirkungsvolle Maßnahme zur Schließung der Einkommensschere umgesetzt. Weiters werden im Magistrat bereits seit der Einführung des Wiener Gleichbehandlungsgesetzes vor fast 15 Jahren Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen bevorzugt, wenn sie gleich qualifiziert sind wie männliche Bewerber. Österreichweit einzigartig ist außerdem der Plan, die öffentliche Auftragsvergabe an frauenfördernde Maßnahmen zu koppeln.

Das Unwissen VP-Feldmanns auch in anderen Punkten sei erschütternd: "Einen Einkommensanwalt zu fordern, obwohl die Gleichbehandlungsanwaltschaft seit vielen Jahren besteht, ist gelinde gesagt erstaunlich", unterstreicht Krotsch. Mit der Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes im Wiener Landtag im vergangenen Juni ist an Stelle von fünf Gleichbehandlungsbeauftragten eine neue, weisungsfreie und unabhängig Gleichbehandlungsanwaltschaft für den Magistrat beschlossen worden.
"Wien ist in frauenpolitischen Fragen sehr aktiv und ich würde Frau Feldmann herzlich dazu einladen, von billiger Polemik abzusehen und wirklich aktiv für die Frauen in Wien zu arbeiten", schließt Krotsch. (Schluss)

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