FPK-KO Kurt Scheuch: Freunderlwirtschaft rund um roten Sumpf der Kärntner Druckerei

Finanzskandal der Kärntner SPÖ wird Thema im Kärntner Landtag, im Untersuchungsausschuss und auch der Gerichte

Klagenfurt (OTS) - Im Zuge einer Pressekonferenz deckte heute der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, Ing. Kurt Scheuch, weitere dubiose Vorgänge rund um die 14,6 Mio. Euro Pleite der Kärntner Druckerei auf und wird diese auch zum Thema im Kärntner Landtag machen. So sei im Bieterverfahren ein Bieter ausgeschieden worden. Durch einen Insider-Tipp revidierte Ex-Leykam-Vorstand Anawitt sein Angebot von ursprünglich 3 Mio. auf 2,45 Mio Euro nach unten. Scheuch erhebt den Vorwurf, dass anderen Bietern wichtige für den Kauf relevante Informationen vorenthalten bzw. absichtlich getäuscht wurden, damit ein "Roter" zum Zug kommt.

Scheuch erinnert daran, dass Alfred Anawitt "kein unbeschriebenes Blatt ist". "Immerhin opferte er den Leykam-Druck-Standort in Graz, um seine monetären Interessen zu befriedigen und machte mega Spekulationsgeschäfte auf dem Rücken der steirischen Mitarbeiter. Medienberichten zufolge war ein Hintergrund des Deals folgender: Die drei Manager des Konzerns waren auch am Tochterunternehmen, der Druckerei im slowenischen Hoce, beteiligt. Sie sollen diesen Standort auf Kosten der Grazer Druckerei forciert haben, um damit den Börsenwert zu erhöhen und schließlich ihre Anteile zu verscherbeln. Man spricht über einen Gewinn von satten 12 Mio. Euro. Scheuch befürchtet, dass Anawitt in Kärnten Ähnliches im Schilde führen könnte. "Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen um solch eine Entwicklung von vorneherein zu unterbinden."

Ein weiterer Vorwurf Scheuchs: Im Edikt sollen viele Maschinen gar nicht enthalten sein, außerdem werde der Wert der Kärntner Druckerei von Experten auf 5 Mio Euro geschätzt.

Auch das SPÖ-Netzwerk in die Hypo Alpe Adria Bank scheint größer als bisher angegeben. So sei man von Seiten der Hypo mehr als großzügig vorgegangen, wenn es darum ging Kreditsummen für die Kärntner Druckerei aufzustocken. So sei, obwohl die Insolvenz schon absehbar war, 2009/10 der Kredit für die Kärntner Druckerei um 1 Mio. Euro aufgestockt worden. "Das ist ein Fall für die Korruptionsstaatsanwaltschaft. Anstatt in Kroatien im Trüben zu fischen, empfehle ich Herrn Holub diese Causa im Untersuchungsausschuss zu untersuchen", so der freiheitliche Klubobmann.

Weiters fordert Scheuch SPÖ-Obmann Kaiser auf, die dubiosen Firmennetzwerke der SPÖ Kärnten offenzulegen. "Wir vermuten, dass das Schicksal der Kärntner Druckerei auch der KTZ bevorsteht. Der Pleitegeier flattert bereits über dieser Tageszeitung", so Scheuch. Dass sich die SPÖ auch schamlos am Insolvenzfonds bediene (rund 2 Mio. Euro), um diese Misswirtschaft zu finanzieren, spricht Bände. Hier fordert Scheuch die Möglichkeit, des Regressweges in Anspruch zu nehmen und die Verantwortlichen der SPÖ zu belangen.

Weiters kündigte der freiheitliche Klubobmann eine Sachverhaltsdarstellung an den Gläubigerausschuss, an die Staatsanwaltschaft sowie an die Korruptionsstaatsanwaltschaft an. (Schluss)

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