VSStÖ, aks, SJÖ fordern die Schließung der Einkommensschere

Gesetzliche Regelung und Sanktionen sind notwendig

Wien (OTS/SK) - Mit einer Aktion zum Equal Pay Day haben der
Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) und die Sozialistische Jugend (SJÖ) in Wien ein Zeichen gesetzt, um Ungerechtigkeiten am Arbeitsmarkt aufzuzeigen. Ziel war es, mit Stolpersteinen auf die Hürden aufmerksam zu machen, mit denen Frauen in der Arbeitswelt zu kämpfen haben. ****

"Dass Frauen im Durchschnitt immer noch um 26,2 Prozent weniger verdienen als Männer, ist ein unzumutbarer Zustand. Auch dass Frauen ab dem Equal Pay Day gratis arbeiten müssen, während Männer voll ausbezahlt werden, ist nicht mehr hinzunehmen. Zu diesem Zweck wurden auch Gutscheine mit "Gratis Arbeitskraft" verteilt, um diese Missstände aufzuklären", so Stefanie Grubich, Bundesvorsitzende des VSStÖ.

"In Österreichs Top 200 Unternehmen finden sich nur knapp neun Prozent Frauen in Aufsichtsräten und nur rund vier Prozent in den Vorstandsetagen. Das heißt 96 von 100 GeschäftsführerInnen bzw. Vorständen sind Männer. Unternehmen, die Frauen benachteiligen, verzichten auf die Hälfte des Potenzials der Bevölkerung", sagt Vanessa Gaigg, Frauensprecherin der aks.

"Auch im europäischen Vergleich ist Österreich in den letzten Jahren bei den Einkommensunterschieden zurückgefallen. Anstatt die Einkommensschere zu schließen setzt Österreich anscheinend alles daran sie noch mehr zu erweitern", ist Sybilla Kastner, Frauenpolitische Beauftragte der SJÖ, entsetzt.

"Wir fordern deshalb endlich sanktionierbare Maßnahmen im Bereich der Wirtschaft und schlagkräftige Instrumente, um diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Durch gesetzliche Bestimmungen muss aktive Frauenförderung in allen Betrieben durchgesetzt werden. Auch die geschlechtsspezifische Berufswahl muss ein Ende haben. Es gehören mehr Frauen in Führungspositionen und nicht weniger", fordern Grubich, Gaigg und Kastner. (Schluss) sm

Fotos von der Aktion:
http://www.flickr.com/photos/42269286@N02/sets/72157625058526590/

Rückfragen & Kontakt:

Nina Heidorn, VSStÖ-Frauensprecherin, Tel.: 0699/17117756, mailto: vsstoe@vsstoe.at , www.vsstoe.at
Vanessa Gaigg, AKS-Frauensprecherin, Tel.: 0699/19462627, mailto: vanessa.gaigg@reflex.at, www.aks.at
Sybilla Kastner, Frauenpolitische Beauftragte SJÖ Tel.: 0660/3402179, mailto: sybilla.kastner@reflex.at, www.sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0002