Tierschutzombudsstelle: "Fiakerpaket beginnt zu greifen"

Wien (OTS) - Tierschutzorganisationen haben ein Forderungspaket beschlossen, um den Umgang mit Fiakerpferden zu verbessern. Sie machen heute, Mittwoch, mit einer gemeinsamen Aktion auf die ihrer Meinung nach tragische Situation der Tiere aufmerksam.

"Auch die Tierschutzombudsstelle Wien beschäftigt sich seit ihrem Bestehen mit tierschutzrelevanten Fragen betreffend die Verwendung von Fiakerpferden in Wien. Sie hat im Jahre 2008 im Rahmen einer von der veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführten Studie die Stressbelastung der Tiere untersuchen lassen," erläutert der Wiener Tierschutzombudsmann, Mag. Hermann Gsandtner.

Tierschutzombudsstelle unterstützt jede Maßnahme zur Steigerung des Wohlbefindens der Wiener Fiakerpferde

Im Forderungskatalog der Tierschutzorganisationen müsse allerdings unterschieden werden zwischen Themenbereichen, die auf Ebene des Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes zu diskutieren sind und tierschutzrechtlichen Verbesserungen, erläutert Gsandtner. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Tierschutz seit 1.1.2005 in der Gesetzgebung Bundessache ist.

Auf tierschutzrechtlicher Ebene unterstützt die Tierschutzombudsstelle die Forderung nach einer Novellierung jener Tierhaltungsverordnung, in der der Umgang mit Pferden geregelt ist. In der betreffenden Tierhaltungsverordnung sollte die Bestimmung aufgenommen werden, dass pro Woche den Pferden zwei Ruhetage zu gewähren sind. Diese Bestimmung war in Wien vor Inkrafttreten des Bundestierschutzgesetzes gültiges Recht.

"Auch die Forderung nach einer Begrenzung der täglichen Arbeitszeit der Fiakerpferde ist zu unterstützen," so Gsandtner. Weiters sollten für die UnternehmerInnen zusätzliche Anreize geschaffen werden, neue für TouristInnen attraktive Routen anzubieten, unterstreicht der Wiener Tierschutzombudsmann.

Verschärfte Kontrollen zeigen Wirkung

Was Haltung, Fütterung und Gesundheit der Fiakerpferde betrifft, sind die wirkungsvollsten Maßnahmen verstärkte Kontrollen.

Hier zeigt das 2009 mit inhaltlicher Unterstützung der Tierschutzombudsstelle geschnürte Maßnahmenpaket der Stadt Wien Wirkung.

Das beweisen auch die letzten "Fiakerplanquadrate", bestehend aus Polizei, Verkehrsamt und Veterinäramt, bei denen die unabhängige Tierschutzombudsstelle beigezogen worden ist.

Gsandtner: "Das Gesamtbild der bei den Kontrollen angetroffenen Gespanne hat sich im Vergleich gegenüber noch vor ein paar Jahren deutlich verbessert. Die rückläufige Zahl der Beanstandungen ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass diese Initiative zur Verbesserung des Wohlbefindens der Pferde beiträgt." (schluss)

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