Oberösterreich: 11.000 Junge ohne Job! Die AK fordert wirksame Maßnahmen

Linz (OTS) - Trotz einer leichten Entspannung am Arbeitsmarkt:
Rund 11.000 junge Menschen in Oberösterreich haben derzeit keinen Job. "Die AK nimmt die Jobkrise der Jungen nicht hin: Wir fordern ein Paket wirksamer Maßnahmen - vor allem ein Jugendbeschäftigungsprogramm", stellt
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fest. "Die Verantwortlichen werden antworten müssen. Denn junge Menschen ohne Arbeit dürfen und können wir uns nicht leisten!"

Im Vergleich zum August 2008 ist die Jugendarbeitslosigkeit in Oberösterreich um 33,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist um 12,4 Prozent und die Zahl der jungen Menschen in Schulungsmaßnahmen sogar um 60,7 Prozent emporgeschnellt. Die Zahl der jungen Menschen ohne Job nimmt auch langfristig zu. Heute sind rund doppelt so viele Junge auf Arbeitsuche wie im Jahr 2000.

Die AK kann und will die Jobkrise der Jungen nicht hinnehmen. "Wir fordern die Bereitstellung der notwendigen Mittel, damit die Arbeitslosigkeit der Jungen spürbar gesenkt werden kann", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Denn Arbeit gibt es genug: u.a. in den Betreuungs- und Pflegediensten, für verstärkte thermische Sanierung, für die Verringerung des CO2-Ausstoßes und für den Ausbau dringend notwendiger Infrastruktur.

Die AK fordert ein Paket wirksamer Maßnahmen:

Ein gemeinsames Jugendbeschäftigungsprogramm von Bund, Land und Gemeinden muss sinnvolle Arbeitsplätze schaffen.

Dem Arbeitsmarktservice (AMS) sind für die Ausbildung und Vermittlung von jungen Menschen wesentlich höhere Mittel zur Verfügung zu stellen.

Wenn die Wirtschaft der Jugend keine ausreichenden Perspektiven bietet, muss der Staat dafür sorgen: u.a. durch den zügigen Ausbau überbetrieblicher Ausbildungseinrichtungen.

Unbedingt notwendig ist eine Jugend-Ausbildungsgesell-schaft, die in ganz Oberösterreich alle Aktivitäten zur Berufsausbildung strategisch abstimmt. Nur so können die öffentlichen Mittel bestmöglich verwendet werden. Die Gesellschaft soll als Landesagentur geführt und von den Sozialpartnern getragen werden. Die AK ist bereit, zu dieser Gesellschaft 500.000 Euro beizutragen.

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Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Robert Eiter
Tel.: (0732) 6906-2188
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