GPA-djp-Fetik: 1300 Euro Mindestlohn, um Einkommensschere zu schließen!

Frauen arbeiten ab heute für dieses Jahr sozusagen "gratis"

Wien (OTS/ÖGB) - "Mit dem heutigen Equal Pay Day haben Männer sozusagen das Gehalt erreicht, für das Frauen noch bis zum Jahresende arbeiten müssen, das bedeutet also mehr als drei Monate Gratisarbeit für Frauen", erinnert die GPA-djp Bundesfrauenvorsitzende Ilse Fetik an die Notwendigkeit gesetzlicher Maßnahmen, um die horrenden Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu beseitigen. Österreich ist mit einem Einkommensnachteil der Frauen von über 25 Prozent bei den Stundenlöhnen fast Schlusslicht in Europa und liegt im Ranking an vorletzter Stelle. Die Ursachen für das Auseinanderklaffen der Einkommensschere liegen mit der überwiegenden Beschäftigung von Frauen in Niedriglohnbranchen sowie auf dem Hilfs-und Dienstleistungssektor auf der Hand, so Fetik weiter: "Natürlich spielt auch der geringe Anteil von Frauen in Führungspositionen eine Rolle."

Mit der Forderung nach gesetzlichen Quoten in Aufsichtsräten und vor allem mit der bereits beschlossenen verpflichtenden Einkommenstransparenz sei man auf dem richtigen Weg, aber bis zum Ziel sei es noch weit, fordert Fetik einmal mehr die kollektivvertragliche Anhebung der Mindestgehälter auf 1.300 Euro:
"Ich kenne keine Vollzeitarbeit, die das nicht wert wäre. Die Anhebung wäre eine zentrale Maßnahme im notwendigen Paket auf betrieblicher, kollektivvertraglicher und betrieblicher Ebene, um die Einkommensschere endlich schließen zu können!"

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