WKÖ-Hochhauser: Einkommensunterschiede sind mit Augenmaß zu betrachten

Wirtschaftskammer pocht auf Umsetzung des Sozialpartnerpaketes

Wien (OTS/PWK737) - Der Unterschied zwischen Männer- und Fraueneinkommen, der nicht mit Ausbildung, Teilzeit oder Berufserfahrung erklärt werden kann, ist merklich gesunken - und zwar von 17 Prozent im Jahr 2002 auf nun 11 Prozent. "Das sind erfreuliche Nachrichten, auch wenn man sich damit natürlich nicht zufrieden geben kann" betont die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser, anlässlich des Equal Pay Days.

Um diese erfreuliche Entwicklung weiter zu fördern, haben sich die Sozialpartner -Arbeitnehmer und Arbeitgeber - auf ein rundes Maßnahmenpaket geeinigt. Nun geht es darum, die von den Sozialpartnern akkordierten Vorhaben umzusetzen - vor allem dort, wo der Schuh besonders drückt: bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und beim Abbau von Stereotypen bei der Berufswahl.

Mehr als die Hälfte der weiblichen Lehrlinge sind alleine nur in drei Lehrberufen zu finden: Einzelhandelskauffrau, Friseurin und Bürokauffrau. Jungen Menschen muss das notwendige Wissen über ihre Möglichkeiten für die Berufsentscheidung zur Verfügung stehen. Nur dann ist eine echte Wahlfreiheit gegeben, und es kann gelingen, dass Frauen stärker in klassische gut bezahlte Männerdomänen wie IT, Technik und Naturwissenschaften verstärkt vordringen. Dazu sieht das Sozialpartnerpaket konkrete Maßnahmen vor, wie etwa die gezielte Berufsinformation bereits in der Schule und die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern in diesem Bereich.

Hochwertige und leistbare Kinderbetreuung mit erwerbsfreundlichen Öffnungszeiten sind zudem eine Grundvoraussetzung, um Beruf beziehungsweise Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen ist aus Sicht der WKÖ eine zentrale Maßnahme des Pakets. Auch die vorgesehenen Einkommensanalysen bilden einen Teil des Sozialpartnerpakets. Für die Wirtschaft ist die Ausgestaltung der nun vorgesehenen Einkommensanalysen vertretbar. "Wir gehen aber davon aus, dass bürokratische Belastungen für die Unternehmen unterbleiben und man sich an die Einigungspunkte halten wird", hält die WKÖ-Generalsekretärin fest. Dazu zählt auch die Verpflichtung zu einem respektvollen Umgang mit den Einkommensdaten, in der Form, wie es der vom Sozialministerium vorgelegte Begutachtungsentwurf vorsieht. (PM)

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