Kadenbach: Wolfgang Schüssel verrät als Atom-Berater die Interessen Österreichs

SPÖ-EU-Abgeordnete kritisiert Aufgaben des Ex-Kanzlers als "moralisch nicht vertretbar"

Wien (OTS/SK) - Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel ist seit April neben seiner Funktion als ÖVP-Nationalratsabgeordneter auch im Aufsichtsrat des größten deutschen Atomstromerzeugers RWE. "Das ist skandalös und moralisch nicht vertretbar, Schüssel tritt damit die Interessen Österreichs mit Füßen", kritisiert die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, die mit ihrer Arbeit im Umweltausschuss eine klare Anti-AKW-Politik verfolgt. Sie verweist auch auf die Tatsache, dass es hierzulande einen klaren Konsens gegen Atomkraft gibt. Die Ängste der Menschen insbesondere vor grenznahen nuklearen Anlagen seien ernst zu nehmen, genauso wie die nicht gelöste Problematik der Endlagerung. ****

"Ich kann damit ÖVP-Aussagen zu Atomkraftwerken nicht mehr ernst nehmen, wenn ein hoher Vertreter dieser Partei gleichzeitig 40.000 Euro pro Jahr mit derlei Nebentätigkeiten verdient", sagt Kadenbach. Sie erwartet von ÖVP-Chef Josef Pröll jetzt eine Klarstellung, ob jemand wie Schüssel als Volksvertreter noch tragbar ist. (Schluss) mo/mp

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