AK lehnt Urheberrechtsabgabe für Festplatten ab

Verwertungsgesellschaften müssen Abgabe zurücknehmen

Wien (OTS) - Ab 1. Oktober werden vermutlich einige Händler die Preise für Festplatten in PCs, Notebooks, Netbooks und andere Festplatten erhöhen. Notebooks & Co können um bis zu 36 Euro mehr kosten, kritisiert die AK. Der Grund dafür: Die Händler müssen eine neue Abgabe für Urheberrechte an die sogenannten Verwertungsgesellschaften zahlen und werden sie letztlich an die Konsumenten überwälzen. "Gerade junge Leute sind meist Technikfreaks und stehen auf neue Computertechnologien, haben aber oft nicht allzu viel Geld. Sie würde die Abgabe hart treffen", so die AK. Die AK verlangt, dass die Verwertungsgesellschaften die Abgabe zurücknehmen.

Laut Gesetz dürfen die Verwertungsgesellschaften für das Anfertigen von privaten Kopien urheberrechtlich geschützter Werke Vergütungstarife auf bestimmte Kopiermedien verlangen, etwa CDs, USB-Sticks, MP3-Player. Die Gesellschaften verwalten die Urheberrechte für die Künstler. Sie können die Tarife auch autonom und einseitig festlegen und brauchen sie nur auf ihrer Homepage veröffentlichen. Einzige Möglichkeit: Die Händler, die die Abgabe abführen müssen, können dagegen auf dem Klagsweg vorgehen. Der Haken dabei: Bis es ein Urteil gibt, sind die Abgaben zu bezahlen.

Für die Konsumenten ist eine solche überfallsartige Verteuerung einzelner Produktgruppen unzumutbar. Obendrein erhalten die Konsumenten keine Informationen über die Verwendung der Abgabe. Das gefährdet zudem die Wettbewerbsposition des österreichischen Handels und damit auch Arbeitsplätze.

Die AK prüft daher, ob die Konsumenten im Falle eines positiven Gerichtsurteils eine allfällig bezahlte Abgabe beim Händler zurückverlangen können.

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