Gabriele Heinisch-Hosek: "Frauen arbeiten bis zum Jahresende gratis"

Einkommensberichte sorgen dafür, dass schlechtere Bezahlung nicht länger vertuscht wird - Mindestlohn auf 1300 Euro anheben

Wien (OTS) - "Ab dem heutigen Tag arbeiten die Frauen in
Österreich bis zum Jahresende gratis, während die Männer für ihre Arbeit weiter bezahlt werden. Diese Kluft von 94 Tagen muss kleiner werden", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die darauf verwies, dass vollzeitbeschäftigte Frauen durchschnittlich rund ein Viertel weniger verdienen als Männer.

"Umso wichtiger ist es, dass Österreichs Unternehmen ab kommendem Jahr verpflichtet sein werden, die durchschnittlichen Löhne und Gehälter betriebsintern zu veröffentlichen. Denn alleine die Einkommensunterschiede, die nur bestehen, weil eine Frau eine Frau ist, betragen bis zu 18 Prozent", sagte Heinisch-Hosek. Damit müsse endlich Schluss sein. Mit den verpflichtenden Einkommensberichten für die Privatwirtschaft könne die schlechtere Bezahlung von Frauen endlich nicht mehr vertuscht werden. "Ich bin sicher, dass sich schon vieles zum Positiven verändern wird, wenn sich Betriebe mit ihren durchschnittlichen Löhnen und Gehältern beschäftigen", so die Ministerin.

"Die Einkommenstransparenz ist ein erster Schritt dazu, dass Frauen das bekommen, was ihnen zusteht", sagte die Frauenministerin. Weiters machte Heinisch-Hosek deutlich, wie wichtig es sei, den Mindestlohn von 1000 auf 1300 Euro anzuheben. "Das hilft vor allem den Frauen und ist ein wichtiger Beitrag, um die Armut in unserem Land zu bekämpfen". Es sei kein Wunder, dass jede zweite Frau in Österreich mit ihrem Einkommen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt auskomme, denn ihnen würde im Schnitt nur 1000 Euro pro Monat zur Verfügung stehen.

"Jetzt ist es höchste Zeit, den Mindestlohn auf 1300 Euro anzuheben. Das wäre ein schönes Signal an die Frauen, die - statistisch gesehen - bis zum Jahresende im Vergleich zu den Männern gratis arbeiten müssen", appellierte die Frauenministerin abschließend an die Kollektivvertragspartner.

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