Wandern, Bergsteigen, Klettern: Jährlich 9.500 Verletzte

Häufigste Unfallart sind Stürze durch Ausrutschen oder Stolpern. Jeder zweite Verletzte zieht sich einen Knochenbruch zu. Jährlich verunglücken rund 100 Bergsportler tödlich.

Wien (OTS) - Rund 9.500 Menschen verletzten sich in Österreich im Jahr 2009 beim Wandern, Bergsteigen oder Klettern so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Am häufigsten kommt es zu Stürzen: Drei von vier Verletzten zogen sich ihre Blessuren durch einen Sturz, beispielsweise durch Ausrutschen oder Stolpern zu. Die häufigsten Verletzungen dabei waren Knochenbrüche (47%), ein Viertel erlitt Sehnen- und Muskelverletzungen. "Jede vierte Verletzung beim Wandern und Bergsteigen betrifft Fußgelenk und Knöchel. Diese klassischen Sturzverletzungen kommen vor allem durch Überknöcheln oder Hängenbleiben zustande", sagt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Prävention im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Für etwa 100 Wanderer, Bergsteiger und Kletterer jährlich endet der Bergsport tödlich. "Unfallursache tödlicher Unfälle ist beispielsweise Abstürzen, etwa durch Stolpern nahe am Abgrund oder im steilen Gelände. Das Abkommen von markierten Wegen oder das absichtliche Wandern abseits von Markierungen kann verhängnisvoll enden", warnt Robatsch. Entsprechende Vorbereitungen bei der Routenplanung sind unbedingt notwendig, um derartige Unfälle zu vermeiden. Ist man vom Weg abgekommen, sollte man versuchen, wieder zurück auf die markierte Route zu gelangen.

Richtiges Schuhwerk gibt Trittsicherheit
Wandern und Bergwandern sind beliebte Sportarten in Österreich: Rund 3,6 Millionen Österreicher gehen mehr oder weniger regelmäßig wandern. Allerdings: Etwa jeder vierte Hobbybergsportler geht nur zwei- bis dreimal pro Jahr oder seltener wandern. Vor allem diese Gelegenheitswanderer unterschätzen oft die Wichtigkeit von angemessenem Schuhwerk. "Das Risiko von Stürzen kann durch entsprechendes Schuhwerk verringert werden. Beim Wandern bewegt man sich auf unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, wie etwa Schotterwegen, nassen Wiesen oder morastigen Waldwegen. Nur Wanderschuhe mit griffigem Profil bieten bei diesen unterschiedlichen Oberflächen auch Halt", rät Robatsch. Ungeübte Wanderer sind jedoch oft mit Turnschuhen, Sneakers oder gar Sandalen unterwegs.

Route der eigenen Fitness anpassen
Auch mangelnde Fitness kann in den Bergen zu Verletzungen führen. "Bergwandern ist ein Ausdauersport, bei dem das Herz-Kreislaufsystem belastet wird. Route und Schwierigkeitsgrad sollten immer der eigenen Fitness entsprechen. Gerade Personen, die eher selten oder unregelmäßig Sport betreiben, sowie Menschen in fortgeschrittenem Alter sollten zu lange Belastungen vermeiden", so Robatsch. Wichtig ist auch, nicht alleine zu wandern, sondern zumindest zu zweit aufzubrechen. Im Ernstfall kann so sofort Erste Hilfe geleistet oder gegebenenfalls Hilfe gerufen werden.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
www.kfv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS0001