AK zur U2: Jetzt das Zusammenspiel U-Bahn und S-Bahn ausbauen

U-Bahn-Verlängerung bringt Qualitätssprung im öffentlichen Verkehr. Jetzt müssen attraktive S-Bahn-Anschlussverbindungen und günstige Park und Ride Tickets dazukommen

Wien (OTS) - "Mit der U2-Verlängerung rückt der 22. Bezirk deutlich näher ans Stadtzentrum. ArbeitnehmerInnen werden es künftig sehr viel leichter haben, ihre Betriebe mit Öffis schneller zu erreichen", sagt der AK Experte für Kommunalpolitik, Christian Pichler. So verkürzt sich die Fahrzeit von Aspern zum Schottenring ab 2. Oktober auf lediglich rund 17 Minuten. Wichtige Bereiche der Donaustadt so etwa das Donauspital sind ab nun direkt mit der U-Bahn erreichbar. "Der Erhalt von Haltestellen und die Vorsorge von attraktiven Intervallen im Schienennetz der ÖBB ist ebenso notwendig wie die Verlängerung der U-Bahn", fordert Pichler. "Außerdem müssen die Park und Ride-Anlagen für ArbeitnehmerInnen bezahlbar werden."

So könnte gerade die Station Stadlau als wichtiger Umsteigeknoten für viele PendlerInnen von großer Bedeutung sein. "Dafür aber muss auch ein attraktiver 15-Minuten-Takt für S-Bahn und Regionalzugverkehr auch über den Fahrplanwechsel im Dezember hinaus sichergestellt werden", fordert Pichler. "Nur so kann eine breite Akzeptanz des Umsteigebahnhofs Stadlau und damit in Zukunft mehr Öffi-Nutzung am Arbeitsweg gesichert werden."

S-Bahn und Regionalzugverkehr bieten eine attraktive Direktverbindung zur U3 nach Simmering oder zum neuen Hauptbahnhof und werden mit dessen Inbetriebnahme noch zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Als positiv wertete Pichler deshalb den vorläufigen Erhalt der S-80 Station Lobau. Aber auch hier werden die Öffis nur dann attraktiv bleiben, wenn die Intervalle zwischen den Zügen höchstens 15 Minuten betragen.

Auch für EinpendlerInnen, die mit dem eigenen Pkw auf die U-Bahn umsteigen wollen, wurde durch die Park und Ride Anlage im Bereich der Station Donaustadtbrücke vorgesorgt. Wer aber täglich zur Arbeit fahren muss und täglich zusätzlich 3 Euro fürs Parken zahlt, usätzlich zum Monatsticket, wird kaum dazu zu bewegen sein, sein Auto an der Park und Ride Anlage abzustellen. "Deshalb brauchen wir faire günstige Kombitickets für die-jenigen, die die Öffis auf dem Weg zur Arbeit nutzen wollen", fordert Pichler.

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