"profil": Erwin Pröll stoppt Beitragszahlungen an Bundes-ÖVP

Niederösterreich fordert Neuberechnung der Beitragsgrundlage - Kaltenegger: "Immer wieder Zahlungsaufschübe"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Niederösterreichs Volkspartei vor einigen Monaten ihre Beitragszahlungen an die Bundespartei eingestellt. Bei der Bundesvorstandssitzung der ÖVP im vergangenen Juli wurde das Thema angesprochen. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll begründete dort das Einfrieren der Beiträge mit anteilsmäßig zu hohen Beitragszahlungen aus Niederösterreich und forderte eine Neuberechnung der Beitragsgrundlagen, erklärten Teilehmer der Tagung.

ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger wollte den Zahlungsboykott durch Erwin Pröll nur indirekt bestätigen. "Es gibt immer wieder Diskussionen über die Höhe der Beiträge, vor allem wenn eine Landespartei selbst einen Wahlkampf ausrichten muss", so Kaltenegger. "Es sind immer wieder Zahlungsaufschübe vorgekommen."

Der niederösterreichische ÖVP-Geschäftsführer Gerhard Karner wollte dazu nur mit einem Satz Stellung nehmen: "Niederösterreich leistet immer seinen mehr als ordentlichen Beitrag."

Von den Landesparteien und Teilorganisationen erhält die Bundes-ÖVP jährlich rund zwei Millionen Euro. Landesparteien in größeren Bundesländern wie Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark überweisen jährlich Beträge zwischen 200.000 und 300.000 Euro.

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