- 24.09.2010, 11:00:37
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ARBÖ: Pickerlchaos dank Umweltzone vorprogrammiert
Sieben Umweltklassen nicht mit deutschen Klassen ident - Wert der Gebrauchten sinkt rapide
Wien (OTS) - "Geht es nach den Plänen von Umweltminister
Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich, sollen die Autos gleich in sieben
verschiedene Umweltklassen eingeteilt werden. Es wird auch nicht drei
Farben wie in Deutschland geben, sondern gleich sechs verschiedene.
Statt Verwaltungskosten zu sparen wird Bürokratie aufgebaut", so der
ARBÖ. "Es droht ein heilloses Pickerlchaos auf der Windschutzscheibe,
da die österreichischen Umweltpickerln nicht mit den deutschen
Umweltplaketten abgestimmt sind."
Wer also nach Deutschland muss, muss doppelt kleben! "Es kann
durchaus passieren, dass dasselbe Auto in Deutschland eine gelbe
Plakette erhält, aber in Österreich ein rotes Umweltpickerl. Das ist
ein schlechter Witz. Wieso eine derartige Kleinkrämerei in einem
angeblich gemeinsamen Europa überhaupt möglich ist, fragen sich nicht
nur die Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich", protestiert
der ARBÖ. Eine Umweltplakette pro Auto ist mehr als genug.
Der ARBÖ lehnt die Einführung dieses Pickerlwahnsinns in
Österreich ab, die mit der Einführung von Umweltzonen verbunden ist.
Wie die Erfahrungen in Deutschland zeigen bringen Umweltzonen - wenn
überhaupt - nur eine geringe Entlastung. "Die minimale Entlastung
steht in keinem Verhältnis zum teuren Bürokratie-Wust und zum
massiven Eingriff Eigentümerrechte", kritisiert der ARBÖ.
Wertverluste sind vorprogrammiert=
"800.000 alte Pkw verlieren schlagartig an Wert, da diese direkt von
den Umweltzonen ausgesperrt werden. Es brächte auch einen
gigantischen Wertverlust für alle anderen 3,5 Millionen Pkw, die in
Österreich zugelassen sind. Wer wird sich in Zukunft schon einen
Gebrauchten kaufen, wenn man nicht weiß, ob man damit überhaupt noch
in Stadtzentren hinein fahren darf", so der ARBÖ.
Zur Information: Der Markt für Gebrauchte ist mit über 700.000
Stück Fahrzeuge pro Jahr mehr als doppelt so groß wie der Markt für
Neufahrzeuge mit rund 300.000 Stück. Allein für die Steiermark, wo
für Graz eine Umweltzone geplant ist, beziffert die Branche den
Vermögensverlust auf 70 Millionen Euro, gibt der ARBÖ zu bedenken.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Interessensvertretung & Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Woitsch
Tel.: (++43-1) 891 21-205
mailto: [email protected]
http://www.arboe.at
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