Bischof Küng: Erste Zahlungen an Missbrauchsopfer im Oktober

"Stiftung Opferschutz"-Vorsitzender: "Für Stiftung weder Unter- noch Obergrenzen"

Wien, 23.09.10 (KAP) Erste Zahlungen der Kirche an Missbrauchsopfer werden im Oktober erfolgen. Das bestätigte Bischof Klaus Küng am Freitag gegenüber "Kathpress". Die Unabhängige Opferschutzkommission unter Leitung von Waltraud Klasnic hatte am vergangenen Dienstag den ersten zehn Opfern finanzielle Hilfen zugesprochen und diese Entscheidungen der kirchlichen "Stiftung Opferschutz" übergeben, deren Vorsitzender Bischof Küng ist. Dieser betonte, dass es sich bei den Zahlungen um "freiwillige Hilfeleistungen" der Kirche handle. "Dies zeigt sich auch darin, dass es bei der Zuerkennung der finanziellen Hilfe unerheblich ist, ob die Tat im rechtlichen Sinn verjährt ist oder nicht", so Küng.

Hinsichtlich der weiteren Vorgangsweise erläuterte Küng, dass Opfer, die Zahlungen empfangen, eine Einverständniserklärung abgeben würden aus der hervorgehe, dass diese Zahlungen im Falle eines späteren Prozesses und einer Verurteilung einberechnet werden.

Vorerst sei es noch nicht möglich, eine konkrete Gesamtsumme der Auszahlungen anzugeben, weil dafür Anzahl und jeweilige Schwere der Fälle ausschlaggebend seien: "Klar ist, dass die Stiftung im erforderlichen Ausmaß finanziell dotiert wird und es gibt dafür weder Unter- noch Obergrenzen", sagte Küng.

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