Blecha: Kein Einfrieren der Pensionen! Wertsicherung der Pensionen darf nicht in Frage gestellt werden

Anreizmodelle für längeres Arbeiten schaffen - Faktisches Pensionsantrittsalter muss erhöht werden

Wien (OTS/SK) - In der heutigen Pressekonferenz im Anschluss an
die Sitzung des Seniorenrates betonte Karl Blecha, Präsident des Seniorenrates und des Pensionistenverbands Österreich (PVÖ), erneut, dass die Wertanpassung der Pensionen nicht in Frage gestellt werden dürfe: "Ein Einfrieren der Pensionen darf es nicht geben! Wir kämpfen hier auch für die jungen Menschen in diesem Land. Wenn die Wertsicherung der Pensionen in Frage gestellt wird, verliert die Jugend das Vertrauen in unser Pensionssystem und das darf nicht passieren." Blecha unterstrich weiters die Notwendigkeit, Anreize für einen längeren Verbleib im Erwerbsleben zu schaffen. "Zur Sicherung des Pensionssystems muss in Österreich vor allem das faktische Antrittsalter erhöht werden", so Blecha, der weiter betonte, dass die Seniorenverbände, die Sozialpartner und das Sozialministerium hierfür bereits verschiedene Modelle ausgearbeitet hätten, die teilweise noch heuer in Umsetzung gehen werden. ****

Das durchschnittliche faktische Pensionsantrittsalter liege in Österreich aktuell bei 58,5 Jahren - dies sei im europäischen Vergleich sehr niedrig, so Blecha, der hier auf die skandinavischen Länder verwies, in denen die Menschen deutlich später in Pension gehen. Für Blecha steht fest, dass man am gesetzlichen Pensionsalter von 65 Jahren nichts ändern, aber verstärkte Anreize für einen längeren Verbleib im Erwerbsleben schaffen müsse, um das faktische langsam an das gesetzliche Pensionsalter heranzuführen: mit einem Prämienmodell - einer Belohnung für den längeren Verbleib im Erwerbsleben über den frühest möglichen Pensionsantrittstermin hinaus - dem Programm "fit2work", das mit frühzeitiger Intervention und Beratung Krankenständen und Frühpensionierungen vorbeugen will, verstärkten Rehabilitationsmaßnahmen, der Gesundheitsstraße sowie Eingliederungsbeihilfen und Beschäftigungsprojekten für ältere Arbeitnehmer. "Auch die Wirtschaft muss sich ihrer sozialen Aufgabe bewusst sein", so Blecha, der sich für mehr Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer ausspricht und über einen Kündigungsschutz für selbige diskutieren möchte. (Schluss) sv

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001