ASFINAG unterzeichnet die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit

Ein gemeinsames Europa für sichere Straßen

Wien (OTS) - Heute Donnerstag den 23. September 2010,
unterzeichnet die ASFINAG die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit. DI Alois Schedl, ASFINAG Vorstand:
"Verkehrssicherheit ist für uns nicht nur ein Schlagwort. Mit unserem Verkehrssicherheitsprogramm 2020 haben wir uns verpflichtet, in den nächsten zehn Jahren die Anzahl der getöteten Personen auf dem Österreichischen Autobahnnetz um weitere 50 Prozent zu reduzieren. In einem gemeinsamen Europa ist es wichtig, große Herausforderungen auch gemeinsam anzugehen. Die Charta und damit die internationale Vernetzung unterstützen uns dabei, unser Ziel im Sinne der Verkehrssicherheit zu erreichen".

Die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit ist eine Plattform, in der Ideen und Maßnahmen zur Hebung der Verkehrssicherheit europaweit ausgetauscht werden können. Die unterfertigenden Nationen können so voneinander lernen und erhalten Anregungen, wie die Verkehrssicherheit auf den Straßen Europas verbessert werden kann.

Mag. Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH:
"Mit der Charta können wir alle in Europa nur profitieren. Denn der Austausch von Wissen und konkreten Maßnahmen führt nicht nur zur Anhebung der Verkehrssicherheit auf allen europäischen Straßen, sondern ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung einheitlich hoher Standards.

ASFINAG Verkehrssicherheitsprogramm 2020

Die ASFINAG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren zu einem der führenden Autobahnbetreiber Europas zu werden. Die Verkehrssicherheit hat dabei eine hohe Priorität. Das Verkehrssicherheitsprogramm 2020 fasst alle Aktivitäten der ASFINAG zur Verkehrssicherheit kompakt zusammen. Es ist ein Handlungskatalog, der insgesamt 130 Maßnahmen festlegt, die in dreizehn thematische Bereiche eingeordnet sind. Diese Maßnahmen haben alle gemeinsam das Ziel, die Anzahl der Todesopfer und der Verletzten weiter signifikant zu senken.

Das Verkehrssicherheitsprogramm 2020 baut auf der Evaluierung und Analyse aller Unfälle auf. Sowohl deren Art, die Schwere als auch deren Häufigkeit wurden genauestens betrachtet und daraus diese konkreten Maßnahmen abgeleitet. Der deutliche Rückgang der Unfallzahlen in den letzten Jahren zeigt, dass die konsequente Arbeit an Sicherheitseinrichtungen und an der Verbesserung der Kommunikation mit den Fahrzeuglenkern Wirkung zeigt.

Maßnahmen greifen

Die von ASFINAG in den letzten Jahren durchgeführten Maßnahmen haben in vielen Bereichen zu einer starken Reduktion der Unfälle mit Getöteten geführt, so konnte die Zahl bei Baustellenunfällen in den letzten 10 Jahren von 12% auf 4% gesenkt werden.

Kollisionen mit Mittelleitschienen sind durch Verbesserung der Mittelleitschienen halbiert worden. Auch die Anzahl an Getöteten bei Tunnelunfällen ist stetig zurückgegangen, die häufigsten treten im Bereich der Tunnelportale auf. Die meisten Todesopfer sind bei Alleinunfällen zu verzeichnen, Frontalkollisionen geschehen durchschnittlich zwei Mal pro Jahr.

Geisterfahrerunfälle sind prozentuell sehr selten. Gerade die Statistik 2009 zeigt, dass gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang der Meldungen um 21,5% auf 390 verzeichnet werden konnte.

Maßnahmen im Detail

So komplex wie die möglichen Unfallursachen, so komplex sind auch die Angriffspunkte für weitere Verbesserungen in der Verkehrssicherheit. Neben den baulichen Maßnahmen auf und neben der Fahrbahn wie dem Anbringen sogenannter Rumpelstreifen oder dem Einsatz neuester Bodenmarkierungsmethoden, werden Streckenzüge auch um zusätzliche Fahrstreifen erweitert und neue Tunnelröhren gebaut, um Gegenverkehr zu vermeiden. Die Tunneloffensive zum Ausbau zweiter Tunnelröhren wurde bereits im Jahr 2001 gestartet. Mehr als 3,7 Milliarden Euro wurden seit damals in Tunnelneubauten und zweite Tunnelröhren, sowie bauliche und elektromaschinelle Ausrüstungen investiert. Dazu gehören auch Generalerneuerungen und Ausbauten von Tunnelüberwachungszentralen.

Durch das LKW-Stellplatz-Ausbauprogramm der ASFINAG, werden bis Ende 2010 österreichweit rd. 1.400 zusätzliche LKW-Stellplätze zur Verfügung stehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Schließen von Lücken unter 150 m im Leitschienensystem. Damit werden durch die Risiken durch das Auffahren auf Leitschienen-Anfangselemente um ein Vielfaches verringert.

Doch bereits im Vorfeld von Baumaßnahmen können sogenannte Audits, das sind wissenschaftlich begleitete Prüfungen während des gesamten Planungs- und Errichtungsprozesses, wesentliche Verbesserungen in der Verkehrssicherheit schon vor Beginn von Neu- und Umbauten erzielen.

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Alexandra Vucsina-Valla
ASFINAG Service Gesellschaft
Pressesprecherin für Wien, NÖ, Bgld
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