Glaser/Huainigg: UN-Millenniumsgipfel weist Weg für weltweite Armutsbekämpfung

Menschen mit Behinderungen finden erstmals Berücksichtigung in Entwicklungszielen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Fortschritte bei der weltweiten Armutsbekämpfung sind erkennbar, aber sie sind noch zu langsam. Daher ist es wichtig, dass sich die UN-Mitgliedsstaaten in New York einhellig zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele bis zum Jahr 2015 bekannt haben. Diesem Bekenntnis müssen nun Taten folgen", sagte NR-Abg. Franz Glaser, ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, heute, Donnerstag. "Es ist dabei besonders erfreulich, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen nun in den Millenniums-Entwicklungszielen explizit berücksichtigt werden", betonte NR-Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderungen. *****

"Die Talsohle der Wirtschaftskrise scheint bald durchschritten. Das lässt darauf hoffen, dass in den kommenden Jahren in den Industriestaaten die Probleme der Entwicklungsländer wieder verstärkt gesehen werden", so Glaser. Die Erreichung der Millenniumsziele sei die Grundlage dafür, dass sich stabile Wirtschaftskreisläufe in den Entwicklungsländern bilden und dauerhaft positive Perspektiven für die Menschen vorhanden sind.

Positiv vermerkte Glaser, dass in der UN-Erklärung die Achtung der Menschenrechte und der Kampf gegen Korruption ausdrücklich festgehalten sind. "Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen sind die Voraussetzungen dafür, dass wir wegkommen vom reinen Hilfsgedanken hin zu funktionierenden Partnerschaften zwischen Nord und Süd." Ein wichtiger Aspekt des UN-Gipfels sei auch, dass er die Millenniumsziele ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt habe, speziell auch die Anliegen behinderter Menschen.

"Die gestern angenommene Resolution des Millenniumsgipfels bietet für Menschen mit Behinderungen endlich konkrete Anknüpfungspunkte", unterstrich Huainigg. "Die 520 Millionen Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern hatten bisher einen völlig unzureichenden Zugang zu Entwicklungsprogrammen. In der Schlusserklärung erkennen die Staats- und Regierungschefs nun an, dass Strategien und Maßnahmen auf Menschen mit Behinderungen fokussiert werden müssen." Das vertrat auch Bundespräsident Heinz Fischer als österreichische Position in seiner Rede vor den Vereinten Nationen.

Zwar hat sich der Zugang von Kindern zur Grundschulbildung verbessert und ist etwa in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara von 58 % auf 76 % gestiegen. Aber Behinderung ist vielerorts noch immer ein Hindernis für Bildung. "Ein Drittel der Kinder ohne Zugang zu Grundschulbildung weist eine Behinderung auf. Es ist daher erfreulich, dass die Schlusserklärung eine Grundbildung fordert, die für alle Kinder zugänglich und leistbar sein muss", hob Huainigg hervor.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003