FPÖ: Neubauer fordert Regierungs-Initiative gegen risikoreiches deutsches Atomkraftwerk Isar 1

Deutsche Regierung hat die für 2011 geplante Stilllegung um mindestens 8 Jahre verschoben

Wien (OTS) - Der oberösterreichische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer fordert die Regierung dringend auf, mit Deutschland Gespräche über eine sofortige Stilllegung des bayerischen Atomkraftwerks Isar 1 zu führen. "Dieses AKW nahe Landshut wird als risikoreich eingestuft und stand daher bei dem von der vorigen deutschen Regierung beschlossenen Atomausstieg ganz oben", so Neubauer. Isar 1 hätte daher schon nächstes Jahr geschlossen werden sollen.

Doch nun ist alles anders: Die schwarz-gelbe Regierung in Deutschland hat den Atom-Ausstieg abgesagt. Sogar die sieben ältesten deutschen AKW, darunter Isar 1 (Inbetriebnahme 1979), sollen noch mindestens 8 weitere Jahre laufen. "Das ist unzumutbar", erklärt Neubauer, "denn von diesem AKW geht eine erhebliche Gefahr aus, auf Grund der Nähe zur Grenze natürlich auch für die Bürger in Österreich."

Neubauer zitiert aus einer Studie von Renneberg Consult, in der es unter anderem heißt: "Die deutschen Kernkraftwerke sind aus technischer Sicht unterschiedlich sicher. Der Weiterbetrieb der acht ältesten Anlagen würde das allgemeine Risiko des Betriebs von Atomkraftwerken deutlich überproportional erhöhen."

Genau das habe die deutsche Regierung nun aber vor, so Neubauer, der daher im Nationalrat einen Entschließungsantrag eingebracht hat, mit dem die Regierung und insbesondere Umweltminister Berlakovich (ÖVP) aufgeordert werden, "umgehend Gespräche zur sofortigen Stilllegung des AKW Isar 1 mit der deutschen Regierung aufzunehmen."

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