"profil online": Affäre Hypo Alpe-Adria wird zum Justizskandal

StA München I lässt gegen "profil"-Journalisten in Österreich ermitteln - Wiener Justiz billigte Rechtshilfeansuchen, obwohl keine strafbare Handlung vorliegt

Wien (OTS) - Wie "profil"-Wirtschaftsressortleiter Michael
Nikbakhsh in seinem Blog auf www.profil.at berichtet, wächst sich die Affäre Hypo Alpe-Adria zu einem Justizskandal ersten Ranges aus. Die Staatsanwaltschaft München I hat ein Ermittlungsverfahren gegen zwei "profil"-Journalisten eingeleitet, weil diese im Rahmen ihrer Berichterstattung zum Hypo-Komplex aus Gerichtsdossiers zitiert haben, die auch der Staatsanwaltschaft München I vorliegen. Das ist in Deutschland unter Strafe verboten, in Österreich aber völlig legal. Und dennoch wurde ein Rechtshilfeansuchen der bayerischen Justiz von der Staatsanwaltschaft Wien umstandslos gebilligt. Die Autoren Ulla Schmid und Michael Nikbakhsh werden nun in dem von der Staatsanwaltschaft Wien geführten Verfahren als "Beschuldigte" genannt und mussten sich bereits einer Einvernahme vor dem Landeskriminalamt Wien stellen.

Franz C. Bauer, Präsident der Journalistengewerkschaft, wähnt einen "beispiellosen Anschlag auf die Pressefreiheit in unserem Land". "Aus Steuergeldern bezahlte Politiker und Beamte versuchen offenbar willfährig, ausländische Gesetze in Österreich zu vollziehen und dabei die Meinungsfreiheit einzuschränken."

Den Bericht lesen Sie ab sofort auf www.profil.at.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0001