Über 20.000 Medikamenten-Fälschungen aus dem Internet unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen vernichtet

Wien (OTS) - Der illegale Handel mit gefälschten Medikamenten über das Internet nimmt auch in Österreich immer weiter zu. Dabei sind über 95% der von den österreichischen Behörden aufgegriffenen Medikamente Fälschungen.

Nun wurden 22.324 gefälschte Arzneimittel aus 696 Sendungen - das entspricht der durchschnittlichen Aufgriffsmenge des österreichischen Zolls innerhalb von sechs Monaten -vernichtet. Unter der Aufsicht durch die Zollbehörden wurden die gefälschten Medikamente mit einem Schwarzmarktwert von über 100.000 Euro in der Müllverbrennungsanlage in Wien Simmering bei 1.200 Grad verbrannt.

Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka: "Mit der Vernichtung von über 20.000 dieser teils lebensgefährlichen Fälschungen von Potenzmitteln, Anabolika aber auch Herz-Kreislauf-Präparaten und anderen Medikamenten, konnten wir zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher vor der Einnahme dieser gefährlichen Präparate bewahren."

Ziegelstaub & Möbelpolitur als Rohstoffe für Medikamentenfälschungen

Produktfälschungen sind den Österreicherinnen und Österreichern aus unterschiedlichsten Bereichen (z. B. Kleidung) teilweise sogar sehr gut bekannt. Die Bedrohung durch Medikamentenfälschungen aus dem Internet wird aber dramatisch unterschätzt: Einerseits der gesundheitliche Schaden, den die Käuferinnen und Käufer dieser vermeintlich echten Medikamente erleiden können, aber natürlich auch der finanzielle Schaden - sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Allgemeinheit.

Das wird bei einem von der Pharmaindustrie aufgedeckten Fall eines gefälschten Medikaments zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders deutlich, der wohl zu den spektakulärsten Fällen zählt. Die Fälschung bestand aus einer Mischung von fein gemahlenem Ziegelstaub und gelber Farbe wie sie für Bodenmarkierungen auf Straßen verwendet wird, damit die Pille das charakteristische Aussehen des Originalprodukts erhält. Um dem Ganzen eine schön glänzende Oberfläche zu geben, vollendete man das "Medikament" mit einem Überzug aus Möbelpolitur. Die Wirkung dieser Plagiate kann somit überhaupt nicht abgeschätzt werden.

Die Informationsoffensive "auf der sicheren Seite"

Seit 1. September wird die Bevölkerung über die Website www.auf-der-sicheren-seite.at, diverse weitere Online-Aktivitäten, einen Radio- und Kino-Spot, Schaltungen in Regionalmedien und in den 1.280 öffentlichen Apotheken über die Gefahren von Arzneimittelfälschungen aus dem Internet informiert.

Rückfragen & Kontakt:

Pressesprecherin von Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka
Mag. Iris Brüggler
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