ÖGB-PensionistInnen: Krankreden des Pensionssystems beenden

Mit Wachstum und Beschäftigung sind auch die Pensionen sicher

Wien (OTS/ÖGB) - "Das staatliche Pensionssystem ist nicht krank,
es krankt vielmehr an den beinahe willkürlichen Prognosen der ExpertInnen", stellt der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Werner Thum, zur laufenden Diskussion um die Pensionen fest. Thum: "Die Langfristprognosen gleichen eher einer Wettervorhersage als einer seriösen Einschätzung langfristiger Entwicklungen".++++

"Die beste finanzielle Absicherung des Pensionssystems sind immer noch ein gutes Wachstum und eine hohe Beschäftigung", ist Thum überzeugt. "Wenn die Arbeitgeber die ArbeitnehmerInnen dann auch noch ordentlich bezahlen und nicht auf prekäre Dienstverhältnisse ausweichen, ist das Pensionssystem zusätzlich abgesichert", ergänzt der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen. Diese Tatsache dürfte allerdings den ExpertInnen nicht in ihr Konzept passen und daher auch nicht in die Berechnungen einfließen, vermutet Thum.

Die ExpertInnen gehen in ihrer Langfristprognose auch davon aus, dass sich das faktische Pensionsantrittsalter lediglich von derzeit 58 auf 60 Jahre erhöhen werde. Thum: "Ich gehe davon aus, dass die Arbeitgeber angesichts der demografischen Entwicklung alles versuchen werden die Menschen länger in Beschäftigung zu halten und auch die entsprechenden altersgerechten Arbeitsplätze einrichten werden. Das gebietet schon alleine die ökonomische Logik."

Das ewige Krankreden des staatlichen Pensionssystem habe laut dem Vorsitzenden der ÖGB-PensionistInnen einzig den Grund, die Menschen zu den privaten Pensionskassen zu treiben. Thum: "Wie ertragreich das Geld dort 'wirtschaftet' haben die vergangenen zwei Jahre der Krise gezeigt. Aber die Krise ist ja angeblich vorbei. Und damit könne den Menschen wieder munter drauf los ein X für ein U vorgemacht werden. Glauben zumindest ExpertInnen und Pensionskassen."(ff)

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