Marek: Bei Gewalt gegen Kinder und in der Familie Zivilcourage zeigen

Familienstaatssekretärin beim "1. Bündnis gegen Gewalt" im Innenministerium

Wien (OTS/BMWFJ) - "Jede Form von Gewalt, vor allem wenn sie sich gegen wehrlose Kinder - die Schwächsten in unsere Gesellschaft -richtet, ist zu verurteilen und mit aller Konsequenz abzulehnen", erklärte Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, am Donnerstag in ihrem Statement beim "1. Bündnis gegen Gewalt", zu dem Innenministerin Maria Fekter ins Bundesministerium für Inneres geladen hatte. "Wir dürfen nicht wegschauen - wir müssen hinschauen. Wir alle sind gefordert bzw. aufgefordert, zum Schutz von Kindern Zivilcourage zu zeigen und gewalttätigen Eltern bewusst zu machen, welches Unrecht sie ihren Kindern antun." In den Fällen, in denen Gewalt Ausdruck von massiver Überforderung durch die oft vielfältigen Anforderungen der Kindererziehung sei, müssten mit Nachdruck Schläge und dergleichen als falscher Weg aufgezeigt, aber auch Unterstützung, Anleitung und Hilfestellung in der gewaltfreien Kindererziehung gegeben werden.

Vor allem in der Elternbildung, so Marek weiter, werde der gewaltfreie Umgang mit Kindern thematisiert. Das Aufzeigen von Handlungsalternativen habe das Ziel einer positiven und gewaltfreien Erziehung. "Österreich verfügt auch über ein umfassendes Netzwerk an Beratungsstellen sowie über ein Netzwerk von Familienmediatorinnen und -mediatoren, die aufgrund spezieller Fortbildungen mit Bezug zur Gewaltproblematik kompetente Hilfestellung in gewaltbelasteten Familienproblemen bieten", so die Familienstaatssekretärin.

Um die Vernetzung und den interdisziplinären Austausch der Einrichtungen zu fördern, sei vor vielen Jahren auf Initiative des Familienministeriums die "Plattform gegen Gewalt in der Familie" gegründe worden, die auch durch Öffentlichkeitsarbeit zur Prävention und zum Opferschutz beitrage.

In ihren Ausführungen erinnerte Marek daran, dass Österreich vor 20 Jahren als viertes Land weltweit - nach Schweden, Norwegen und Finnland - gesetzlich verankert habe, dass jegliche Form von Gewaltanwendung gegenüber Kindern inakzeptabel ist. Das gelte nicht nur für körperliche Gewalt, sondern genauso auch für die Zufügung seelischen Leides. Österreich sei damit nicht nur zu einem Vorreiter im Kampf gegen die Gewalt geworden, sondern auch Wegbereiter für eine Änderung in der Einstellung und im Erziehungsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher. Ein internationaler Vergleich zeige, dass in Ländern mit Gewaltverbot deutlich weniger Körperstrafen angewendet würden als dort, wo es immer noch kein Gewaltverbot gebe.

"Es ist in den vergangenen Jahren sehr viel Positives passiert, dennoch müssen wir diesen Weg gemeinsam konsequent zum Wohle unserer Kinder weitergehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses 'Bündnis gegen Gewalt' ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Erreichung des Zieles einer gewaltfreien Familie und Gesellschaft ist", betonte Marek abschließend.

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