Nikolaus Prinz: Von "Verschenkung der Staatsbürgerschaft" kann keine Rede sein!

Aktuelle Zahlen beweisen Rückgang bei anerkannten Staatsbürgerschaften

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Einmal mehr versucht die FPÖ mit allen Mitteln, die erfolgreiche Asyl- und Fremdenrechtspolitik in unserem Land schlecht zu machen. In einem Antrag wollen die Freiheitlichen die Möglichkeit für Kinder, einen Antrag auf die österreichische Staatsbürgerschaft zu stellen, wenn diese in Österreich geboren sind und hier seit sechs Jahren einen legalen Hauptwohnsitz haben, abschaffen,. "Wir werden die Sache natürlich im Innenausschuss noch ausführlich beraten, aber für Panikmache in diesem Bereich gibt es keinen Grund", verweist der ÖVP-Abgeordnete Nikolaus Prinz, heute, Donnerstag, anlässlich der gestrigen Plenardebatte auf den Rückgang der Staatsbürgerschaftsanerkennungen im Allgemeinen, aber auch bei den in Österreich geborenen Kindern im Besonderen. ****

Waren es 2008 noch 3.830 in Österreich geborene Kinder, denen nach sechs Jahren die Staatsbürgerschaft verliehen wurde, sank deren Zahl im Jahre 2009 auf 3.065. Im ersten Halbjahr 2010 wurde erst 514 Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich die Staatsbürgerschaft verliehen. Außerdem verweist Nikolaus Prinz darauf, dass nach einem Höchstwert von fast 45.000 Einbürgerungen im Jahr 2003 die Zahl der Staatsbürgerschaftsverleihungen im Jahr 2009 auf 7.978 zurückgegangen ist. "Neben der höchst erfolgreichen Asyl-und Fremdenrechtspolitik in unserem Land sind dafür auch Novellierungen des Staatsbürgerschaftsgesetzes im Jahr 2005 und 2009, die allesamt strengere Regeln bei der Einbürgerung gebracht haben, verantwortlich", betont Prinz.

Sprachkenntnisse sind ebenso erforderlich wie Kenntnisse über die Geschichte und die demokratische Ordnung unseres Landes. "Menschen, die unsere Heimat zu ihrer machen wollen, müssen unsere Traditionen klar anerkennen. Ein legaler Aufenthalt und Straffreiheit sind wichtige Voraussetzungen, um bei uns die Staatsbürgerschaft zu bekommen", erinnert Prinz auch daran, dass erst im vorigen Jahr die Altersgrenze für Kinder, die bei uns geboren wurden und einen Antrag auf Staatsbürgerschaft stellen wollen, auf sechs Jahre erhöht wurde. Vorher konnte bereits nach einem vierjährigen Hauptwohnsitz im Inland und der Geburt ein Antrag gestellt werden. "Integration und der berechtigte Wunsch von Menschen aus anderen Ländern, bei uns als Staatsbürger anerkannt zu sein, sind ein viel zu ernstes und wichtiges Thema, um es für Parteitaktik und Panikmache zu missbrauchen", schloss Prinz.
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