Küberls "armes Österreich" - und wie es reicher sein könnte

Caritas-Präsident Franz Küberl begibt sich in seinem neuen Buch an die Brennpunkte sozialer Not und zeigt Lösungen auf, wie Menschen vom Rand in die Mitte kommen können

Wien (OTS) - "Wir verdrängen, dass es in Österreich Arme und Benachteiligte gibt. Das gehört geändert. Wir können viel tun, wenn jeder etwas tut", ist Franz Küberl überzeugt. Aus diesem Grund hat sich der Caritas-Präsident auch an die Ränder und Bruchlinien der Gesellschaft begeben. Herausgekommen bei dieser Reise ist ein Buch mit dem Titel "Mein armes Österreich. Und wie es reicher sein könnte." Warum das Thema Armut uns alle betrifft erfährt man darin ebenso, wie warum es ein Recht auf Gebrechlichkeit geben und Hilfe global gedacht werden muss.

Wege in eine bessere Zukunft

Küberl selbst möchte mit diesem Buch einen Anstoß dazu geben, zum Nachlesen, Nachgehen und Mitbauen an einer besseren, weniger auseinanderdriftenden Gesellschaft: "Bei der Caritas kann man viele Erfahrungen sammeln von Menschen, die vor den Scherben ihres Lebens stehen oder im Stacheldrahtverhau mitmenschlicher Unfähigkeit hängen bleiben. Diese Erfahrungen möchte ich weitergeben. Es geht mir aber auch darum, Wege aus der Not aufzuzeigen, die der Staat, die Gesellschaft, wir alle beschreiten können", so Küberl bei der Buchpräsentation in der Caritas-Obdachloseneinrichtung "Gruft" in Wien. Über sein Verständnis zum Ehrenamt sagte Küberl: "der Sozialstaat muss die Ziegel des Hauses liefern, für den Zement dazwischen braucht es die Freiwilligenarbeit."

Die österreichische Falter-Journalistin und Buchautorin Barbara Toth hat das Buch aufgezeichnet: "In den Medien lesen wir viel über Politiker und ihre Ideen, aber kaum etwas über die Menschen am Rand der Gesellschaft und jenen, die ihnen wirklich helfen. Dieses Buch schließt diese Lücke", so Toth über ihre persönliche Motivation, bei diesem Projekt mitzumachen.

Zur konkreten Arbeit sagte Toth: "Das Buch spiegelt wieder, was wir selber gemacht haben: Gemeinsam haben wir in jedem Bundesland eine Caritas-Einrichtung besucht, die symbolisch für ein Armutsthema ist. Integration etwa. Oder die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Meine Aufgabe war es dann, aus diesen Besuchen, vielen Gesprächen mit Küberl, dem Expertenwissen der Caritas sowie meinen eigenen Recherchen die Buchkapitel entstehen zu lassen."

Beitrag zum Europäischen Jahr der Armutsbekämpfung

Abschließend bedankte sich Küberl bei allen, die beim Entstehen dieses Buches mitgewirkt haben: "Die wahren Helden des Buches sind die vielen engagierten angestellten und ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter ebenso wie die benachteiligten Menschen, die uns ihr Vertrauen geschenkt und ihr Schicksal mit uns geteilt haben. Ihnen allen gilt mein großer Dank. Ein herzliches Danke aber auch an Barbara Toth und den Überreuter Verlag, der dieses wichtige Thema aufgegriffen und damit einen spannenden Beitrag zum Europäischen Jahr der Armutsbekämpfung geleistet hat."

SERVICE: Mein armes Österreich. Und wie es reicher sein könnte, von Franz Küberl(aufgezeichnet von Barbara Toth), Preis: 21,95 Euro, ISBN:978-3-8000-7486-0

AVISO: Lesungen (jeweils ab 19 Uhr) am 30.9. in der Buchhandlung Herder in Wien, am 4.10 in der Buchhandlung Moser in Graz und am 27.10 in der Buchhandlung Tyrolia in Innsbruck

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Caritas Österreich
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