Ackerl: Lohnabschlüsse müssen echte Erhöhung bringen!

OMV-Millionengagen : Ungeheure Provokation für Mindestlohnbezieher

Linz (OTS) - "Die sechs OMV-Chefs kassieren trotz Krise im Jahr
10,2 Millionen Euro, also 7234 Euro täglich! Das ist eine Erhöhung um 23 % gegenüber dem Vorjahr. Angesichts dieser ungeheuren Skandalgagen muss es jetzt für alle ArbeitnehmerInnen eine Lohnrunde geben, die wirklich spürbare Erhöhungen bringt!", stellt Oberösterreich SPÖ-Landeschef Josef Ackerl fest.

Die Wirtschaft wächst wieder, die Unternehmensgewinne steigen, aber die Lohnquote, also der Anteil der Arbeitnehmerlöhne am Volksvermögen sinkt weiter.
Das geht aus brandneuen Berechnungen der Arbeiterkammer Oberösterreich hervor.
Das mittlere Einkommen der ArbeitnehmerInnen in Oberösterreich beträgt brutto 1920 Euro. Vor zehn Jahren haben Manager das 20fache eines Durchschnitts-Arbeitnehmers verdient, heute fast das 40fache.

ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner hat im OÖN-Interview einen gesetzlichen Mindestlohn von 1300 Euro mit der haarsträubenden Begründung abgelehnt, es gebe ja auch keinen gesetzlichen Mindestgewinn für Unternehmen! Das ist eine glatte Verhöhnung aller Österreicherinnen, die von Armut bedroht sind.

Ungleicher geht's nicht: Rund 10 Prozent der Bevölkerung in Oberösterreich, das sind rund 145.000 Personen, sind "einkommensarm", also armutsgefährdet. Sie haben weniger als 951 Euro netto monatlich zur Verfügung. Ohne Sozialleistungen und Pensionen wären nach AK-Berechnungen in Oberösterreich - statt zehn Prozent - sogar 39 Prozent armutsgefährdet. 6.222 Personen bezogen zum Stichtag November 2009 in Oberösterreich eine monatliche Geldleistung aus der Sozialhilfe.

Nicht der Bezug von Sozialleistungen durch benachteiligte Gruppen in der Gesellschaft ist das Problem, sondern die viel zu geringen Löhne im unteren Einkommensdrittel in Österreich. Nicht die Bezieher von Sozialleistungen sind das Problem, sondern die Abzocker und Spekulanten in der Finanzwelt!

"Für mich steht deshalb fest: Echte Armutsbekämpfung ist nur über die Löhne möglich. Wir brauchen nicht nur eine Millionärssteuer, sondern auch spürbare Lohnerhöhungen und einen Mindestlohn von 1300 Euro brutto!", so Ackerl.

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