Aufruf zur gesellschaftlichen Solidarität

Wien (OTS) - Die Islamische Föderation in Wien veröffentlicht unter dem Motto "Aufruf zur gesellschaftlichen Solidarität", auch dieses Jahr wieder einen Hadith des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) - "Spenden vermindert nicht das Vermögen". Die authentischen Aussagen des Propheten (f.s.m.i.) dienen bereits von Anfang an des Projekts als Basis für diese Kampagne.

Die Veröffentlichung der Hadithe erfolgt über Citylights. Diese Kampagne erstreckt sich über vier Wochen und wird in verschiedenen Städten Österreichs ausgestrahlt. Diese Kampagne wird in fünf Städten wie Wien, St. Pölten, Wr. Neustadt, Baden und Krems an 490 Stellen positioniert sein.

Wie jedes Jahr wurde auch diesmal eine Überlieferung des Propheten Muhammed (fsmi) gewählt, die eine Antwort auf aktuelle Fragen geben soll. Somit zeigt wieder einmal, dass der Islam nicht nur in einer weit entfernten Wüstenlandschaft seine Existenzberechtigung hatte und hat, sondern für die gesamte Menschheit offenbart wurde.

Im ersten Jahr dieser Aktion wurde der Ausspruch: "Der beste Mensch ist derjenige, der dem Menschen am nützlichsten ist." gewählt. "Schlafe nicht satt, während Dein Nachbar hungert." war der Slogan im zweiten Jahr und im darauffolgenden Jahr wurden die Plakate mit dem Ausspruch "Angesehen ist jener, der seine Familie achtet." versehen.

Letztes Jahr fand die Kampagne mit dem Zitat "Zum Guten anzuleiten, ist, wie Gutes tun." seine Fortsetzung.

Der diesjährige Ausspruch lautet:
"Spenden vermindert nicht das Vermögen"

Dieser Hadith spricht jeden einzelnen Menschen an, damit er seiner Verantwortung gerecht wird, insbesondere in einem Zeitalter, wo Umweltkatastrophen wie sie in Haiti oder Pakistan mit voller Kraft zuschlagen, gehäuft vorkommen.

Folgende Meldung vom Freitag, 17.09. erklärt eigentlich alles:
"Angesichts der Flutkatastrophe in Pakistan haben die Vereinten Nationen den größten Spendenaufruf ihrer Geschichte gestartet: Die UNO rief die internationale Gemeinschaft in New York auf, den Opfern in den kommenden zwölf Monaten zwei Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen."

Es liegt an jedem Einzelnen, das Leid derer, die alles verloren haben, zu lindern.
Wie können wir uns sonst als fortschrittliche Zivilisation bezeichnen, wenn so große Bedürftigkeit auf dieser Welt herrscht?

In Zeiten der Krise erfreuen sich Luxusgüter ungebrochener Beliebtheit, während die Spendenfreude zunehmend nachlässt, mit dem Argument, das Vermögen zu wahren zu müssen. Doch der Islam sagt:
"Spenden vermindert nicht das Vermögen."

Aber auch der einfache Bürger stellt sich die Frage: "Wie soll ich in der Zeit der Finanz- und Wirtschaftskrise denn nur helfen?" Wir Muslime sind aber davon überzeugt: "Spenden vermindert nicht das Vermögen." Und wir betonen überdies: Egal, welcher Religion der Wohltäter angehört.

Dieser Aufruf geht auch an Staatsoberhäupter aller Länder. In den meisten Ländern hat die Krise ein großes Loch in den Staatshaushalt der einzelnen Länder gerissen. Nun heißt es die Notbremse ziehen und sparen. Doch gespart wird auf Kosten deren, die am wenigsten dafür können. Sozialausgaben zu kürzen oder gar zu streichen, ist fürwahr nicht der geeignete Weg.

Auch hier sagen wir: "Spenden vermindert nicht das Vermögen". Soziale Ausgaben sind keine verlorenen Ausgaben, sondern dienen dazu, die soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Zum Schluss möchten wir nicht unerwähnt lassen: Wir als Österreicher sind stolz, dass dieser Hadith in Österreich seit eh und je gelebt wird. Einerseits gehört die österreichische Bevölkerung zu den Weltbesten auf diesem Gebiet. Leider ist seit der Krise eine kleine Trendwende bemerkbar, wir sind aber zuversichtlich, dass sich dies bald wieder ändern wird.

Auch der österreichische Staat versteckt sich nicht vor seiner sozialen Verantwortung.
So ist Österreich ein Vorbild für die gesamte Welt.

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Islamische Föderation in Wien
Yakup Gecgel
Tel. 06606871680, office@ifwien.at

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