"KURIER"-Kommentar von Daniela Kittner: "Fernduell"

Die Landtagswahlkämpfe haben jetzt endgültig die Bundeskoalition erreicht.

Wien (OTS) - Alle Auguren prophezeien ein denkbar knappes
Ergebnis. SPÖ und ÖVP bieten daher bis zur letzten Minute alles auf, um am kommenden Sonntag in der Steiermark das Match für sich zu entscheiden. Auch die Bundesparteichefs Werner Faymann und Josef Pröll stürmen kurz vor dem Schlusspfiff noch aufs Spielfeld.
Das Engagement der Bundespolitiker ist mehr als die übliche Wahlkampfhilfe. Es ist symptomatisch für einen Landtagswahlkampf ohne Landesthemen.
Landeshauptmann Franz Voves brachte wenigstens das Schließen von Bezirkshauptmannschaften und die Reduktion von Landtags-Sitzen aufs Tapet, während Hermann Schützenhöfers Einfall, Ministerien von Wien nach Graz zu übersiedeln, schon fast wehtut.
Ansonsten dominierten den Wahlkampf Steuerpolitik und Umverteilung - Themen, für die nicht die Länder, sondern der Bund zuständig ist. Insofern wird in der Steiermark ein Fernduell über die großen Linien bei der Budgetsanierung ausgetragen.
Wenn der Wahlkampf vorbei ist, müssen Faymann und Pröll wieder zurück in ihre Amtsräume nach Wien. Und man kann nur hoffen, dass das Fernduell dann nicht in einen Nahkampf ausartet.

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