"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Sparen, jetzt erst recht"

Gerade weil die Wirtschaft gut läuft, wollen wir nichts von neuen Steuern hören.

Wien (OTS) - Die Wirtschaft läuft wieder besser, das Wachstum wird stärker steigen, die Steuereinnahmen deutlich höher ausfallen. Gute Nachrichten sind das, aber mit negativen Auswirkungen. Denn kaum hatte der KURIER gestern von den Prognosen der Wirtschaftsforscher berichtet, dachten viele schon wieder ans Geld ausgeben.
Das Fatale an der Situation: In den öffentlichen Debatten der letzten Wochen wurde schon ziemlich viel darüber geredet, welche Steuern man erhöhen oder auch neu erfinden könne. Sparvorschläge aber fehlen noch immer. Es sage keiner "Verwaltungsreform".
Und wenn jemand zum Sparen aufrief, wie der Landeshauptmann Erwin Pröll im KURIER, dann ging es immer um Besitzstände der anderen. Der Niederösterreicher will, dass der Bund mit deutlich weniger Beamten auskommt. Außer Fritz Neugebauer glaubt jeder, dass das auch geht. Aber auch Erwin Pröll kann sparen, etwa durch Zusammenlegen der Rechenzentren der Bundesländer. Nur eine von vielen Ideen.
Gerade in der besseren Wirtschaftslage wollen wir von Politikern nur mehr hören, wie sie in ihrem Bereich sparen werden. Und über Steuererhöhungen reden wir erst, wenn wirklich alle bei sich gespart haben.

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