FPÖ-Hofer fordert Unterstützung für deutsche Regierung bei Kennzeichnungspflicht ein

Über Umwege landet Gentechnik ohne Kennzeichnung auf den Tellern der Konsumenten - Kennzeichnungspflicht notwendig!

Wien (OTS) - "Die deutsche Regierung steht derzeit mit ihrem
Wunsch nach Kennzeichnung von Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, innerhalb der EU allein da", so FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer. Deutschland habe bereits im Februar 2010 den zuständigen EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz John Dalli um einen Vorschlag für eine entsprechende Kennzeichnungsregelung ersucht. Anfang Juni 2010 sei seitens Dalli geantwortet worden, dass die EU-Kommission nicht die Absicht habe, einen solchen Vorschlag vorzulegen, da sie dafür kein Bedürfnis sehe und verwies zudem auf die "isolierte" Position Deutschlands in dieser Frage. Die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner plane nunmehr offensichtlich, in den anstehenden Beratungen auf europäischer Ebene diesen Vorschlag wieder aufzunehmen und erneut in die Diskussion einzubringen.

"In Österreich lehnen etwa 90% der Konsumenten den Einsatz der Gentechnik in Lebensmitteln ab. Bislang respektiert der österreichische Lebensmittelhandel diese Wünsche, d.h. praktisch alle großen Supermarktketten und auch die meisten Lebensmittelhersteller haben zugesagt, keine kennzeichnungspflichtigen Gentechnik-Lebensmittel zu verkaufen", erklärt Hofer. "Sofern gentechnische Inhaltsstoffe bekannt wurden, wurden Produkte bislang aus den Regalen genommen."

Österreich importiert pro Jahr allein ca. 600.000 Tonnen gentechhältiges Soja zur Futtermittelherstellung. Über diesen Umweg landet Gentechnik ohne Kennzeichnung auf den Tellern der Konsumenten. Produkte wie beispielsweise Milchpackungen müssen auch wenn Tiere gentechnisch verändertes Tierfutter bekomme haben, derzeit nicht gekennzeichnet werden. Mittlerweile hat aber bei vielen österreichischen Produzenten ein Umdenken eingesetzt; viele Betriebe verzichten auf Gentechnik in Futtermitteln.

"Im Sinne der Konsumenten ist es aufgrund der zunehmenden Zahl von durch die EU zugelassenen GVO-Pflanzen unerlässlich, zumindest die Kennzeichnung von GVO-verunreinigten Produkten sicherzustellen und dem Konsumenten so die Wahlfreiheit zu lassen, ob er/sie GVO-Lebensmittel konsumieren will oder nicht", so Hofer. In einem heute eingebrachten Entschließungsantrag fordere nun die FPÖ die Regierung uns insbesondere Bundesminister Hundstorfer sowie Bundesminister Berlakovich auf, "auf EU-Ebene die Regierung der Bundesrepublik Deutschland bei ihren Bestrebungen nach einer Kennzeichnungspflicht für Produkte, von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, zu unterstützen".

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