Lueger: Familienpolitik muss auf sozialen Wandel reagieren

Wirtschaft stärker bei Kinderbetreuung einbinden

Wien (OTS/SK) - "Im Jahre 2050 werden mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung älter als 50 Jahre alt sein. Es wird immer mehr Ältere und immer weniger Kinder geben. Die Familienpolitik muss auf den sozialen Wandel, wie er im Familienbericht aufgezeigt wird, reagieren", forderte SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Angela Lueger heute, Mittwoch, im Nationalrat zum Thema Familienbericht. ****

Auch die Zusammensetzung der Familien ändere sich, betonte Lueger. In Zukunft werde es mehr Patchworkfamilien, mehr Singles und mehr Familien ohne Kinder geben. Umso wichtiger sei es daher, die Situation von Familien und insbesondere die von Frauen und Müttern in Österreich zu verbessern. Die klassische Familienarbeit liege nach wie vor hauptsächlich in den Händen von Frauen. Gleichzeitig seien diese dadurch häufig gezwungen, prekären Beschäftigungsverhältnissen nachzugehen. "In der Beseitigung dieser kritischen Situation von Frauen in Österreich liegt die Herausforderung der Zukunft", so die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin.

Wichtig sei eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Bei der dafür notwendigen Bereitstellung von Ressourcen, sollte künftig die Wirtschaft stärker eingebunden werden, forderte Lueger, beispielsweise durch die Einrichtung von Betriebskindergärten. In Schweden seien durch solche Maßnahmen rund 80 Prozent der berufstätigen Frauen in Vollzeitbeschäftigung. "Und davon profitiert auch die Wirtschaft. Ich möchte daher anregen, dieses erfolgreiche Modell auch in Österreich zu forcieren", so Lueger abschließend. (Schluss) sc

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