PRO-GE/GPA-djp zu Leitl: Mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten für Beschäftigte

KV-Runde: Gewerkschaften fordern kräftige Lohn- und Gehalterhöhungen und Arbeitsplatz sichernde Maßnahmen für Beschäftigte in der Metallindustrie

Wien (OTS/ÖGB) - Die Produktionsgewerkschaft PRO-GE und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) zeigen sich verwundert über die Aussagen von WKÖ-Präsident Christoph Leitl. "Weder sitzt der geschätzte Wirtschaftkammer-Präsident am Verhandlungstisch, noch werden die Gewerkschaften ein Gesprächsverbot über kürzere Arbeitszeiten für die Beschäftigten bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen akzeptieren. Solche Zurufe sind entbehrlich", sagen die beiden Verhandlungsleiter der Gewerkschaften, Rainer Wimmer (Bundesvorsitzender der PRO-GE) und Karl Proyer (stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp). Die Schwerpunkte der kommenden KV-Runde sind kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen und kürzere Arbeitszeiten für die rund 165.000 Beschäftigten in der Metallindustrie.++++

Für die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp steht bei den Verhandlungen das Thema Arbeitszeitverkürzung im Mittelpunkt. Die Wirtschaft erholt sich, die Konjunktur zieht kräftig an. Seit der Wirtschaftskrise haben alleine im Metallbereich mehr als 26.000 Menschen ihre Arbeit verloren. Die Sockel-Arbeitslosigkeit wird weiterhin hoch bleiben, sagen Prognosen und von Vollbeschäftigung ist Österreich weit entfernt. Zudem liegt Österreich bei (über-)langen Arbeitszeiten im absoluten Spitzenfeld in Europa. "Unsere Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten macht Sinn. Kürzere Arbeitszeiten bedeuten mehr Beschäftigung, dadurch eine Stärkung der Kaufkraft und mehr Gesundheit", ist Wimmer überzeugt.

"Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich wird heuer bei den Forderungen der Gewerkschaften ganz oben stehen. Es gibt keinen Grund für eine andere Haltung", betont auch Proyer. Hingegen abgelehnt werden von den Gewerkschaften die Flexibilisierungswünsche der Unternehmer. "Das Modell der Arbeitgeber würde nachhaltige Einkommensverluste für die Beschäftigten bedeuten. Also eine Arbeitszeitverlängerung und weniger Lohn und Gehalt. Das ist mit Sicherheit kein Verhandlungsthema", sagen Wimmer und Proyer.

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