SPÖ Kaiser: Klare Absage an FPK-Scheuch-Missbrauch unserer Heimat

500 Gäste und die Konsensgruppe besuchten SPÖ-Festvortrag zu "90 Jahre Volksabstimmung" - Bekenntnis zu Sozial-EU und politischer Ortstafellösung, bei der es nur Sieger gibt.

Klagenfurt (OTS) - "Wir werden unsere Heimat nicht gewissen
rechten politischen Bewegungen überlassen. Heimat ist nicht nur die Liebe zum Land, die Verbundenheit mit Grund und Boden, vielmehr beinhaltet Heimat auch den sozialen Mittelpunkt eines Menschen, den Ort wo Menschen leben, arbeiten und die Freunde sind", erklärte SPÖ-Landesvorsitzender LHStv. Peter Kaiser bei der SPÖ-Festveranstaltung anlässlich des Jubiläums "90 Jahre Volksabstimmung" gestern Abend in der Arbeiterkammer Klagenfurt.

Kaiser erteilte damit dem Missbrauch der Heimat durch die FPK-Brüder Scheuch zur Ausgrenzung, eine klare Absage. Zuvor stellte Zeithistoriker Hellwig Valentin vor etwa 500 Gästen in der Klagenfurter Arbeiterkammer die maßgebliche Rolle der Arbeiterschaft, der Sozialdemokratie und der Zentralregierung in Wien für den Verbleib von ganz Kärnten bei Österreich richtig.

Auf Basis der historischen Fakten hob Kaiser hervor, dass nach den Gebietsansprüchen durch die südslawische Militärmonarchie der Kärntner Bevölkerung, als einer der ersten weltweit, das Selbstbestimmungsrecht zuerkannt wurde. "Rück- und Vorausschauend wäre es höchst an der Zeit die Frage der topografischen Aufschriften in Südkärnten zu lösen. Ich halte jedoch nichts davon, dass die Mehrheitsbevölkerung über die Minderheit bestimmt. Die SPÖ tritt für eine politische Ortstafellösung ein, bei der es nur Sieger gibt", hält Kaiser seinen Standpunkt, unter Berücksichtigung der Sozialdemokratischen Grundwerte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität fest.

Trotz des klaren Bekenntnisses für die EU und ihre Vorgängerorganisationen sieht Kaiser noch viel Arbeit für die Mitgliedstaaten. "In Sachen Wirtschaft und diplomatischer Beziehungen wurde schon sehr viel erreicht, jetzt stehen die Themen Armut und soziale Gerechtigkeit an. Die Europäische Union wird erst zu einer Einheit, wenn sie auch eine soziale Union wird", so Kaiser weiter. Ziel muss es sein das soziale Bewusstsein ebenso zu internationalisieren, wie es beim Kapitalmarkt längst gelungen ist. Eine gesunde Relation zwischen Höchst- und Mindesteinkommen müsse wieder hergestellt werden. "Wir in Kärnten müssen unsere Chance als Schnittfläche dreier Kulturen in einem geeinten Europa erkennen, in der Menschen Politik für Menschen machen, und nicht um nur ihre eigenen Interessen zu vertreten", betonte Kaiser.

Unter den Gästen begrüßte der SPÖ-Landesparteivorsitzende mit Josef Feldner, Marjan Sturm und Heinz Stritzl drei Vertreter der Konsensgruppe, deren friedensstiftenden Einsatz zwischen den Volksgruppen er hervorhob.

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