Wurm: ÖVP-Front gegen verpflichtende Quote bröckelt

Wien (OTS/SK) - Sehr erfreut zeigte sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm angesichts der heutigen Aussagen von ÖVP-EU-Abgeordneten Othmar Karas. Karas sprach sich im Ö1-Mittagsjournal für eine verpflichtende Quote von Frauen in Aufsichtsräten in der Privatwirtschaft aus. Das zeige, dass der Druck, der sich jetzt auch auf EU-Ebene durch die Kommissarin Viviane Reding, verstärke, endlich Wirkung zeige und die ÖVP-Front dagegen bröckle, so Wurm. ****

In Österreich habe Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek den richtigen Weg aufgezeigt und vorgeschlagen, mit einem Stufenplan die Frauenquote in Aufsichtsräten von staatsnahen Betrieben bis auf 40 Prozent zu erhöhen und auch in der Privatwirtschaft ähnliche Schritte zu setzen. "Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass, obwohl immer mehr Frauen immer besser ausgebildet sind, sie es noch immer sehr schwer an die Spitze von Unternehmen schaffen und die Männer "ganz oben" gern unter sich bleiben, so Wurm. Daher seien Quoten ein legitimes und zweckmäßiges Instrument, diese "gläserne Decke" zu durchbrechen. Das Beispiel Norwegen habe auch eindrucksvoll bewiesen, dass die Quote wirke.

Da sich die ÖVP-Abgeordneten auf EU-Ebene nicht länger gegen gesetzliche Maßnahmen für mehr Frauen in Führungsetagen wehren, sei zu hoffen, dass sich auch der zuständige Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner im Sinne der Gleichstellung von Frauen nicht länger dem Vorschlag der Frauenministerin verschließe. "Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung moderne Unternehmenskultur und mehr Chancengerechtigkeit", so die SPÖ-Frauensprecherin. (Schluss) tg/mp

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