Gaßner: Konsumenten wollen Gentechnikfreiheit gesichert haben

SPÖ-Parlamentsklub bringt Anfrage zur Sicherstellung eines Gütesiegels für Gentechnikfreiheit an Agrarminister ein

Wien (OTS/SK) - Im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage an den Agrarminister fordert SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner Unterstützung für Gesundheitsminister Alois Stöger, der sich derzeit auf EU-Ebene für eine EU-Verordnung über eine verbesserte und transparentere Information der Verbraucherinnen und Verbraucher einsetzt. "Am Ende des Tages sollen die Konsumentinnen und Konsumenten in Europa eine klare und verständliche Kennzeichnung von gentechnikfrei hergestellten Lebensmitteln erhalten. Als Richtschnur soll dabei die in Österreich seit Jahren geltende Codex-Richtlinie zur Definition von gentechnikfreien Lebensmittel gelten", so SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die parlamentarische Anfrage, die Gaßner mit seinen Kollegen aus dem Landwirtschaftsausschuss eingebracht hat, soll klären, wie die Verteilung der AMA-Gütezeichen-Mitgliedsbetriebe in Österreich aussieht, wie viele offizielle AMA-Betriebe auch die österreichische Codex-Richtlinie erfüllen und ob die Codex-Richtlinie für gentechnikfreie Lebensmittel bereits in die AMA-Richtlinien integriert wurde. Auch will Gaßner erklärt wissen, wie der Agrarminister künftig dem Wunsch der Konsumenten nach einer klareren und verständlicheren Kennzeichnung von gentechnikfreien Lebensmitteln umsetzen will. "Es gibt in Österreich den klaren Wunsch nach gentechnikfreien Lebensmitteln - das zweiterfolgreichste Volksbegehren war das 'Gentechnik-Volksbegehren', das von 1,2 Millionen Menschen unterschrieben wurde", so Gaßner, der darin einen klaren Auftrag an den Agrarminister sieht.

In diesem Zusammenhang kritisiert Gaßner erneut die Feststellung des steirischen Landwirtschaftskammer-Chef, der in einer Aussendung behauptete, "Fleisch sei immer gentechnikfrei". "Diese Aussage ist schlicht und einfach falsch", so der SPÖ-Landwirtschaftssprecher, der den Etikettenschwindel - auch bei AMA-Produkten - kritisiert. "Es ist eine Tatsache, dass auch in Österreich Gentechnik-Soja an Tiere verfüttert wird. Immerhin mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr - da kann wohl niemand mehr von Gentechnikfreiheit in Österreichs Landwirtschaft sprechen, außer man ist völlig inkompetent", so Gaßner abschließend. (Schluss) mb/mp

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