Berlakovich: Rad und Öffis Testsieger bei Mobilitätswoche 2010

Wien (OTS) - 435 Gemeinden haben bei der vom Klimabündnis organisierten größten Mobilitätskampagne für klimafreundliche Mobilität teilgenommen - so viele wie noch nie. Die Highlights der Mobilitätswoche von 16. bis 22.9.: In 8 Städten der große Verkehrsmittelvergleich, in NÖ die geräuschvollste Radlkolonne, BürgerInnen die autofreie Straßenbereiche genießen und feiern z.B. in Wien, Salzburg und Reutte.

Fahrrad gegen Öffi gegen Auto. In Wien, Graz, Linz, St.Pölten, Eisenstadt, Wels, Steyr und Feldkirch/ Region Vorderland wurde der direkte Vergleich durchgeführt. Und wieder einmal zeigte sich: Auf Kurzstrecken ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt. "Das beweist einmal mehr, dass das Umsteigen auf klimafreundliche Alternativen nicht nur gesünder ist und weniger Kosten verursacht, sondern gleichzeitig auch noch Zeit spart. Umweltfreundliche Mobilität wird immer wichtiger. Auch und vor allem in unseren Gemeinden. Der Mobilitätswochen-Teilnehmerrekord ist der beste Beweis dafür", so Umweltminister Niki Berlakovich. Zum bereits elften Mal organisierte das Klimabündnis mit Unterstützung des Lebensministeriums die Mobilitätswoche: Mehr als 2000 Städte nahmen heuer europaweit daran teil. Österreich ist dabei mit 435 Gemeinden Spitzenreiter.

Ergebnisse der Mobilitätswochen-Championship

km Rad Elektrorad Öffis Auto Graz 5 Sieger +2 Min +13 Min +19 Min Sulz ->Feldkirch 7 Sieger +3 Min +12 Min +11 Min Wels 1 6 Sieger +3 Min +4 Min +14 Min Wels 2 5 Sieger +4 Min +8 Min +10 Min Wels 3 3 Sieger 0 Min +4 Min +9 Min St. Pölten 4 Sieger - +1 Min +9 Min Wien 6 Sieger - +1 Min +10 Min Steyr 5 +2 Min Sieger +5 Min +3 Min Puchenau ->Linz 4 +2 Min - Sieger +9 Min Eisenstadt 3 +2 Min E-roller: zu Fuss: Sieger 0 Min +11 Min

Ein Highlight der Mobilitätswoche 2010 waren die Vergleichsfahrten der Mobilitätswochen-Championship. In Wien, Graz, St. Pölten, Steyr, Feldkirch siegte das Fahrrad, bei der Fahrt von Puchenau nach Linz die Öffentlichen Verkehrsmittel, in Eisenstadt das Auto ganz knapp vor dem Elektroroller. In 7 von 8 österreichischen Städten hatte das Auto bei den Vergleichsfahrten in der Hauptverkehrszeit durch Stau und Parkplatzsuche das Nachsehen. Peter Czermak, Klimabündnis-Mitarbeiter und Koordinator der Mobilitätswoche in Österreich: "Das Ergebnis der Mobilitätswochen-Championship soll für die Städte ein weiterer Anreiz sein, mehr Infrastruktur und Straßenraum für den Fahrradverkehr bereitzustellen. Z.B. würden Rad-Hauptverkehrsstraßen in Form von eigenen Fahrradstraßen im städtischen Nebenstraßennetz eine große Attraktivitätssteigerung bedeuten. Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, fördert nicht nur seine Fitness, sondern schont auch sein Geldbörsel. Der durchschnittliche Arbeitsweg hat eine Länge von 7 km, die jährlichen Nutzungskosten eines Autos betragen dafür Euro 450. Genauso viel kostet auch eine Wiener Jahresnetzkarte für die Öffis. Werden auch die Fixkosten des Autos berücksichtigt, dann beträgt die Arbeitswegersparnis Euro 1.300."

Autofreies Genießen

In Wien wurden beim Straßenfest auf der Josefstädter Straße und beim aufgelegten Rollrasen am Ring autofreie Bereiche von den StadtbewohnerInnen in Besitz genommen und festlich belebt. Auch in Salzburg wurde in den Stadtteilen Maxglan und Mülln der Rollrasen ausgelegt. Tausende SalzburgerInnen genossen es, durch die Straßen zu flanieren oder gar in originellen Seifenkisten den Müllner Hügel Richtung Altstadt hinunterzurollen. Sogar vier Tage lang war in Reutte in Tirol der Untermarkt im Stadtzentrum für die BürgerInnen autofrei und festlich belebt. Am Autofreien Tag erfolgte dort die Aktion der "Verkehrsschrumpfung": eine beeindruckende Stauschlange in Form von Spielzeugautos. Am Samstag wird dann in einer BürgerInnenversammlung über eine mögliche dauerhafte autofreie Gestaltung im Stadtzentrum diskutiert. Das Fahrrad als besonders lärmarmes Verkehrsmittel wurde in Langenlois beim RADLresonanzREKORD parodiert. In Volksfestcharakter kamen 400 begeisterte Radler und Radlerinnen aller Altersgruppen zusammen, um einmal als Radelnde möglichst viel Krach zu machen.105 dbA zeigte der Maximalpegel, der von rasselnden, trommelnden, Kuhglocken läutenden RadlerInnen erzeugt wurde. Das war sehr laut, doch noch immer leiser als der Geräuschpegel drei Meter neben einer stark befahrenen Bundesstraße oder Autobahn.

Pressefotos Mobilitätswoche 2010
www.mobilitaetswoche.at

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