Karas: Qualität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen vor Quote stehen

Karas begrüßt Reding-Vorschläge als Schritt in richtige Richtung

Straßburg, 22. September 2010 (OTS) "Die von EU-Kommissarin Reding vorgestellte Fünfjahres-Strategie zur Chancengleichheit ist ein Schritt in die richtige Richtung. Diskriminierungsverbot und Geschlechtergerechtigkeit müssen auch in der Wirtschaft gelten. Eine oktroyierte europaweite Quotenregelung macht aber nur bedingt Sinn - wenn sich von selbst zu wenig bewegt. Als notwendige Disziplinierungsmaßnahme könnte sie funktionieren - Qualität muss immer vor Quote stehen, ebenso wie die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf. Leistung und Kompetenz müssen zählen, nicht Rock oder Hose", bewertete EVP-Vizepräsident Mag. Othmar Karas die Ideen der EU-Kommissarin. ****

Karas zeigte sich nicht als Freund einer verpflichtenden Quotenregelung: "Die Realität auf dem Arbeitsmarkt verpflichtet aber Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zum Handeln. Frauen sind nach wie vor überdurchschnittlich stark im Niedriglohnsektor und nur unterdurchschnittlich in Führungspositionen vertreten. Und Frauen verdienen noch immer bei gleicher Qualifikation im Durchschnitt um 18 Prozent weniger als Männer. Zwei Drittel der unbezahlten Arbeit wird von Frauen geleistet. Die Leistungen von Frauen für Familie und Pflege werden noch immer nicht gebührend anerkannt. Das kann ein modernes und wertebasiertes Europa nicht akzeptieren", so Karas weiter.

Der Vizepräsident der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament unterstützte Reding in ihrem Bestreben, zu mehr Vielfalt in Unternehmen, Organisationen und Institutionen beitragen zu wollen. "Nicht nur Frauen gehören stärker gefördert. Die gläserne Decke blockiert auch andere Personengruppen unserer Gesellschaft wie unterschiedliche Altersgruppen oder Menschen mit Behinderungen. In vielen europäischen Staaten gibt es große Fortschritte und gute Beispiele, wie man es besser machen kann. In manchen Ländern hinkt die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz der gesellschaftlichen Realität noch hinterher. Hier muss man ansetzen - aber nur, wenn sich sonst zu wenig bewegt, können Quoten impulsgebend wirken", so Karas abschließend.

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