Steibl: Demografische Entwicklung erfordert Handlungen im Pflegebereich

ÖVP-Familiensprecherin: Familienbericht zeigt große Fortschritte in der Familienpolitik

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Familie und Kinder beziehungsweise Partnerschaft stehen nach wie vor an erster Stelle der als besonders wichtig erachteten Lebensbereiche der Österreicherinnen und Österreicher. Dem trägt auch Österreichs Familienpolitik mit dem Familienministerium und Familienstaatssekretärin Christine Marek Rechnung. Der vorliegende 5. Österreichische Familienbericht zeigt, dass sich in diesem Jahrzehnt in der Familienpolitik viel getan hat, dankte heute, Mittwoch, ÖVP-Familiensprecherin Abg. Ridi Steibl anlässlich der Debatte über den Familienbericht all jenen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben. Einen großen Handlungsbedarf ortet die ÖVP-Abgeordnete allerdings im Gesundheits- und Pflegebereich. ****

"Im europäischen Vergleich liegt Österreich mit seinen Familienleistungen im Spitzenfeld. So ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentrales Thema - z.B. mit der 2009 eingeführten steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten." Auch das neue einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld werde gerne angenommen - derzeit von 5.300 Personen, davon von 222 Vätern.

"1,3 Millionen Euro stehen für Elternbildungsangebote zur Verfügung", verwies Steibl auf die die Aktion Elternbildungsgutschein des Familienministeriums. Mit einem zu Schulanfang an 660 Erstklässler ausgeteilten Gutschein im Wert von 50 Euro können Eltern einen Workshop in Wien oder Niederösterreich oder Vorträge in Oberösterreich kostenlos besuchen.

Steibl hob zudem das verpflichtende Kindergartenjahr für Fünfjährige hervor. Ab Herbst sei rechtzeitig ein entsprechender Bildungsplan an alle Kinderbetreuungseinrichtungen ergangen, um unsere Kinder bestmöglich auf die Schule vorzubereiten. Durch die Investition des Bundes seien im letzten Jahr österreichweit an die 10.000 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen worden.

"Der Familienbericht gibt jedoch auch Aufschlüsse über die künftige Entwicklung der Familien, insbesondere, was das Zusammenwirken der Generationen betrifft. Hier steht die Familienpolitik vor großen Herausforderungen. Wir müssen darauf achten, dass der Generationenvertrag nicht in eine Schieflage gerät", warnt Steibl. Der Großteil der Pflegeleistungen werde nach vor im familiären Kontext erbracht. Angesichts der demografischen Entwicklung liege eine große Herausforderung im Pflege- und Gesundheitsbereich. Wir brauchen eine österreichweite gemeinsame Weiterentwicklung des Pflegesystems, verweist Steibl auf die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern.

"Die Finanzierung im Bereich der Pflege muss auf neue Beine gestellt werden - die Gemeinden müssen dringend entlastet werden", so Steibl weiter. Der im Regierung vorgesehen Pflegefonds sei der richtige Weg. Hier erwartet sich die ÖVP-Familiensprecherin von Sozialminister Hundstorfer eine rasche Lösung. Zudem sollten jährlich österreichweit valide Daten für den Pflege- und Betreuungsbereich erhoben werden. Denn derzeit ist nicht bekannt, wie viel insgesamt in Österreich für Pflege ausgegeben werde. "Es ist notwendig, Licht in den heimischen Pflegedschungel zu bringen", schloss die Abgeordnete.
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