Kadenbach: Bessere Überwachung von Medikamenten bringt mehr Sicherheit für Patienten

EU-weite Datenbank soll unerwünschte Arzneimittelwirkungen sammeln

Wien (OTS/SK) - Heute, Mittwoch, wurde im Europäischen Parlament
in Straßburg über die bessere Überwachung von Arzneimitteln abgestimmt. Konkret will man eine bessere europaweite Koordination und Information über Nebenwirkungen erreichen. "Die Vereinheitlichung des EU-Systems bringt viele Vorteile für die Patienten. Mögliche Probleme mit Arzneimittel wie etwa unerwünschte Nebenwirkungen können früher erkannt und so auch rechtzeitig Gegenmaßnahmen gesetzt werden", betont die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach, die Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Volksgesundheit ist. Die Europaparlamentarierin verweist auf die jährlich rund 197.000 Todesfälle in der Europäischen Union, die auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen zurückzuführen sind. ****

Der Vorschlag sieht vor, dass in der Datenbank "Eudravigilance" die Informationen zur Arzneimittelsicherheit gesammelt werden, wobei Mitarbeiter im Gesundheitswesen weiterhin an ihre zuständigen nationalen Behörden unerwünschte Arzneimittelwirkungen melden sollen, welche die Meldungen dann an "Eudravigilance" weiterreichen. Ebenso will man jene Personen, die in Gesundheitsberufen tätig sind, verstärkt dazu animieren, Nebenwirkungen freiwillig ihren zuständigen nationalen Behörden zu melden und die Patienten umfassender zu informieren. Auch Patienten sollen dazu aufgefordert werden, ihre Erfahrungen mit Nebenwirkungen weiterzugeben. Um dies für die Patienten zu erleichtern, soll eine direkte Meldung durch den Patienten an die nationalen Behörden ermöglicht werden. Pharmaunternehmen müssen in Zukunft "Eudravigilance" benachrichtigen, sollten ihnen unerwünschte Arzneimittelwirkungen auffallen. Um ausreichend Transparenz zu gewährleisten, wird "Eudravigilance" als Web-Portal eingerichtet, das eine umfassende Information von Patienten und Mitarbeitern des Gesundheitswesens sicherstellt.

"Diese Schritte für mehr Arzneimittelsicherheit sind längst überfällig, denn das Angebot an Medikamenten wird immer umfangreicher und somit wird auch die Risikoabschätzung für den Patienten immer schwieriger", so Kadenbach. Verbessern will man auch die Packungsbeilagen der Medikamente, hier ist bei neuen Arzneien ein besonderer Hinweis vorgesehen, der den Verbraucher darüber aufklärt, dass dieses Medikament noch ergänzender Kontrolle unterliegt. (Schluss) tg/mp

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