Grüne fordern rotschwarzes Ja zu mehr Kinderbetreuung und Papamonat

Musiol und Schwentner: Nagelprobe zu Lippenbekenntnissen von SPÖ und ÖVP

Wien (OTS) - Die Grünen bringen heute im Nationalrat zwei Anträge zum Thema Verlängerung des Bundeszuschusses für den Ausbau der Kinderbetreuung und Einführung eines Papamonats zur Abstimmung. SPÖ und ÖVP haben diese Anträge im vergangenen Familienausschuss vertagt. "Das ist die Nagelprobe. Jetzt können sie sich nicht mehr durchschwindeln und müssen endlich Farbe bekennen und direkt abstimmen. SPÖ und ÖVP können zeigen, wie ernst sie ihre medialen Forderungen wirklich nehmen, indem sie den Grünen Anträgen ihre Zustimmung geben", betont die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol.
Familienstaatssekretärin Marek hat die jährlichen Bundesmittel für den Ausbau der Kinderbetreuung folgenlos auslaufen lassen. "Das ist ein fataler Fehler. Durch Mareks Fahrlässigkeit stehen jetzt Tausende Kinder und Familien im Regen, da Österreich von einem ausreichenden Betreuungsangebot noch immer meilenweit entfernt ist", erläutert Musiol. "Dabei sind gerade ausreichende Kinderbetreuungsplätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Armutsvermeidung von zentraler Bedeutung."

Musiol kritisiert darüber hinaus den noch immer fehlende Papamonat. Unterstützung erhält sie dabei von der Grünen Frauensprecherin Judith Schwentner:"Der Papamonat ist längst überfällig. Er wäre eine wichtige Unterstützung für Jungfamilien: Es würde die Neuorganisation des Familienalltags nach der Geburt eines Kindes unterstützen, Frauen in den Wochen nach der Geburt entlasten. Zudem würde die Beziehung zwischen Vater und Kind stärker und Männer erhalten damit den Rahmen und die Chance, von Beginn an eine intensivere Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen", und weiter: "Die geplante Informationskampagne der Frauenministerin zu mehr Väterbeteiligung wird allein sicher nicht ausreichen." Väter wollen bei ihren Kindern sein - das beweise auch der Familienbericht."Heute kann die Regierung beweisen, dass ihr echte Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ein Anliegen ist", so Schwentner und Musiol.

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