Sanierungsinvestitionen bei Heizungen rückläufig!

Wien (OTS) - Bei Sanierungsinvestitionen in Heizkessel ist ein deutlicher Rückgang erkennbar. Damit sind nicht nur Arbeitsplätze in der Heizungsbranche in Gefahr, auch eine Reduktion des Energieverbrauches fällt ohne Heizungsmodernisierung geringer aus. Der Sanierungsscheck als erfolgreiches Anreizsysteme sollte daher wieder aufgelegt werden.

Die Zahlen des 1. Halbjahres der Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten (VÖK) lassen einen deutlichen Rückgang der Sanierungsinvestitionen bei Heizkesseln erkennen. Der Absatz von Festbrennstoffkessel - also Heizungsanlagen die mit Holz, Pellets oder Hackschnitzel betrieben werden - ist um 20 Prozent zurückgegangen. Noch deutlicher ist der Rückgang im Bereich der Wärmepumpen mit minus 23 Prozent!

Wenn nicht saniert wird, kommt auch keine Solaranlage aufs Dach. War man in diesem Bereich bisher kontinuierlich auf Wachstumskurs, so zeigt sich auch hier mit einem Marktrückgang um 10 Prozent trotz Medienkampagne ein negativer Trend.

Der Absatz von Gasgeräten ging mit rd. 1 Prozent nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr zurück. Einzig der Absatz von Öl-Brennwertkessel konnte gesteigert werden. Diese Trendumkehr ist auf die Förderaktion der Mineralölwirtschaft zurückzuführen.

Nach einem Rückgang der Baubewilligungen für Ein- u. Zweifamilienhäuser von 2006 bis 2009 von 21% und im Mehrfamilien-Wohnbau von 10% rechnet das WIFO für die Jahre 2010 und 2011 abermals mit einem Rückgang von insgesamt 7,4% (Ein- und Zweifamilienbau minus 7,6% bzw. Mehrfamilienwohnbau minus 7,3%).

"Bisher schlug der Rückgang im Neubaubereich durch verstärkte Absätze im Sanierungsbereich in der Heizungsbranche nicht voll durch" erklärt Dr.Elisabeth Berger, Geschäftsführerin der VÖK. " Sollten erfolgreiche Anreizsysteme wie der Sanierungscheck 2009 nicht wieder aufgelegt werden, so sehe ich wenig Chancen, wie der Sanierungsmarkt die Rückgänge im Neubau kompensieren soll".

Dies würde die Branche, die immerhin 45.000 Mitarbeiter beschäftigt und derzeit 5.000 Lehrlinge ausbildet, empfindlich treffen.

Aber nicht nur Arbeitsplätze sind gefährdet: Die Reduktion von Emissionen, ein erklärtes Ziel und eine vertragliche Verpflichtung der Bundesregierung, kann nur über eine Reduktion des Energieverbrauches erfolgen. Dabei ist es unabdingbar das Heizsystem den Erfordernissen des gedämmten Hauses entsprechend anzupassen, also zu Redimensionieren!

Eine Reduktion der CO2 Emissionen um bis zu 10 Tonnen oder 30 % pro weniger Energieverbrauch Jahr und Haus sollten eigentlich Grund genug für eine Modernisierung der Heizung sein. Immerhin sind die Wäremverluste durch einen alten Heizungskessel genauso groß wie durch eine schlecht gedämmte Hauswand. 600.000 Heizungsanlagen in Österreich sind bereits länger als 15 Jahre in Betrieb und müssten dringend getauscht werden!

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Dr.Elisabeth Berger 0664/2120151
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