Wurm: Quoten wirken! Erfahrungen und Studien beweisen das

Frauenquote in Aufsichtsräten ein wichtiger Schritt zu mehr Chancengleichheit

Wien (OTS/SK) - Die Behauptungen von WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser kann SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm nicht nachvollziehen. "Dass Frauenquoten wirken, zeigt nicht nur das Beispiel Norwegen, wo sich der Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten in den vergangenen fünf Jahren mehr als vervierfacht hat, sondern etwa auch eine Studie des Instituts für Finanzwissenschaft der Universität Innsbruck", betonte Wurm. In einem Experiment mit 360 TeilnehmerInnen zeigte sich, dass positive Diskriminierung und Quoten einen besonders starken Effekt haben. "Von selbst hingegen, so hat sich gezeigt, geht gar nichts!", so Wurm. ****

Wurm verwies auch auf das Beispiel der Deutschen Telekom hin, wo als erstes der 30 Dax-Unternehmen eine Frauenquote eingeführt wurde. Als Grund für die Einführung einer Quote gaben die Manager an, dass eine Studie ihres Beratungsunternehmen McKinsey ergab, dass international tätige Unternehmen mit einem relativ hohen Anteil an weiblichen Führungskräften sehr oft sehr gut abschnitten. "Die Unternehmen machen das nicht, weil sie frauenpolitisch so engagiert wären, sondern weil sie sich aus triftigen Gründen durch diese Maßnahme schlussendlich eine Steigerung des Gewinns erwarten."

"Frauen sind immer öfter besser ausgebildet, schaffen es aber trotzdem oft nicht bis an die Spitze. Quoten sind hier ein legitimes und zweckmäßiges Instrument", betonte Wurm. Dass die couragierte EU-Kommissarin Viviane Reding gesetzliche Frauenquoten in Aufsichtsräten in Erwägung ziehe, sei daher "äußerst begrüßungs- und unterstützenswert", betonte Wurm. Und was Österreich betreffe, sei der Vorschlag von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, mit einem Stufenplan die Frauenquote in Aufsichtsräten auf 40 Prozent zu erhöhen, der "völlig richtige Weg". (Schluss) up

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