Wiener Polizei und Veterinäramt kontrollieren Hundehaltung in Wien

Sima/Frauenberger/Goldgruber: "Gemeinsam für ein friedliches Miteinander von Mensch und Hund in der Großstadt"

Wien (OTS) - Seit Montag legt die Wiener Polizei mit Unterstützung des Veterinäramtes der Stadt Wien wieder verstärktes Augenmerk auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in Sachen Hundehaltung. Insbesondere wird die nächsten beiden Wochen im Rahmen von Schwerpunktkontrollen die Leinen- bzw. Maulkorbpflicht, aber auch das Chippen kontrolliert. Neu bei den Kontrollen sind die Pflichten der Kampfhundehalter. Seit 1. Juli gilt in Wien für gewisse Hunde eine Führscheinpflicht, für jene Hunde, die noch keine Prüfung absolviert haben, gilt Maulkorbpflicht. Bis zum 30. Juni 2011 müssen alle Kampfhunde einen Führschein absolviert haben.

Umweltstadträtin Ulli Sima, Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger und Peter Goldgruber, Leiter der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung der Wiener Polizei, haben die Schwerpunkte der aktuellen Kontrollen heute im Prater vorgestellt. "Unser gemeinsames Anliegen ist es, dass das Zusammenleben von Mensch und Hund in Wien konfliktfrei abläuft. Dazu müssen gewisse Regeln eingehalten und auch kontrolliert werden", so Sima und Frauenberger, die sich in diesem Zusammenhang bei der Wiener Polizei für die langjährige und gute Zusammenarbeit bedankten.

Leinen- oder Maulkorbpflicht an öffentlichen Orten

In Wien müssen Hunde an öffentlichen Orten - das sind etwa Straßen und Plätze, aber auch öffentlich zugängliche Teile von Häusern, Höfen oder Lokalen - einen um den Fang geschlossenen Maulkorb tragen oder an der Leine geführt werden. In öffentlich zugänglichen Parks und auf gekennzeichneten Lagerwiesen müssen Hunde immer an die Leine. Maulkorbpflicht herrscht an öffentlichen Orten, wo "üblicherweise" viele Menschen anzutreffen sind, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants oder bei Veranstaltungen.

Fast 900 Führscheine für Kampfhunde bereits ausgestellt

Nach dem überwältigenden Votum bei der Wiener Volksbefragung, bei der sich 89 % der Wienerinnen und Wiener für einen verpflichtenden Hundeführschein für Kampfhunde ausgesprochen haben, gilt in Wien seit 1. Juli für sogenannte Kampfhunde die Führscheinpflicht. 884 Kampfhundebesitzer haben bereits einen verpflichtenden Führschein, die Abwicklung funktioniert bestens. Derzeit sind 161 weitere für die Prüfung angemeldet. Es gilt ein Jahr Übergangsfrist für jene Hundebesitzer, die ihren Kampfhund schon vor dem 1. Juli hatten. Bis zur Absolvierung der Prüfung gilt für Kampfhunde Maulkorbpflicht. Diese wird von der Polizei auch kontrolliert.

Auch Sauberkeitsspielregeln müssen eingehalten werden

Zum konfliktfreien Miteinander in der Großstadt gehört auch die Einhaltung der Sauberkeitsspielregeln. "Wir haben das Angebot an die Hundebesitzer enorm ausgebaut, es gibt mittlerweile 2.500 Sackerlautomaten in Wien, es gibt keine Ausreden mehr, die Hinterlassenschaften der Vierbeiner nicht wegzuräumen", betont Umweltstadträtin Ulli Sima. Kontrolliert wird dies von den Waste Watchern, die bei Missachtung ein Organmandat von EUR 36,--ausstellen oder auch Anzeigen bis zu EUR 2.000,-- erstatten können. Der Großteil der Hundebesitzer hält sich bereits an die Sauberkeitsspielregeln, täglich landen 47 200 gefüllte Sackerl in den Wiener Mistkübeln.

Chippflicht seit 1. Jänner 2010

Seit 1. Jänner 2010 müssen alle in Österreich gehaltenen Hunde mit einem elektronisch ablesbaren Mikrochip gekennzeichnet sein.

Diese neue Regelung bringt sowohl den HundebesitzerInnen als auch den Tieren selbst große Vorteile. Denn mit dem Chip können entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hunde schneller gefunden werden. Damit wird großes Tierleid erspart.

Der Chip enthält eine 15-stellige unverwechselbare Nummer, die in eine bundeseinheitliche Datenbank eingetragen werden muss. Die Eintragung kann von der/dem behandelnden Tierärztin/Tierarzt vorgenommen werden oder es können die Daten von der Behörde, in Wien vom Veterinäramt, der Magistratsabteilung 60, eingetragen werden.

Welpen sind spätestens mit einem Alter von drei Monaten, jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe zu chippen. Alle HundehalterInnen müssen binnen eines Monats nach der Kennzeichnung, nach der Einreise oder nach der Weitergabe des Hundes für die Eintragung ihrer Daten und der des Hundes in die Datenbank Sorge tragen. Das Einsetzen des Chips und das Ausstellen des EU-weiten Heimtierausweises für das Tier besorgen alle praktischen TierärztInnen. Der Mikrochip hält ein Leben lang und ist nicht gesundheitsschädlich, das Einsetzen ist mit einer Impfung für das Tier vergleichbar.

Enormer Anstieg bei freiwilligem Hundeführschein - Veranstaltung "Spiel und Spaß mit Hunden" am kommenden Sonntag bietet wieder Gratisaktion

Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger zeigte sich im Rahmen der Präsentation der Schwerpunktkontrollen heute Mittwoch erfreut über den enormen Anstieg bei der Absolvierung des freiwilligen Hundeführscheins. Seit der Einführung im Jahr 2006 haben über 6500 Wiener HundebesitzerInnen freiwillig die Hundeführschein - Prüfung absolviert.

Frauenberger: "Das zeigt sehr deutlich, dass die Wiener HundehalterInnen ihrer Verantwortung sowohl dem Tier als auch den MitbürgerInnen gegenüber in einem hohen Ausmaß nachkommen. Wir wollen jedenfalls möglichst viele HundebesitzerInnen motivieren, die Prüfung abzulegen. Denn die richtige Haltung und der richtige Umgang mit Hunden will gelernt sein. Deswegen bieten wir auch im Rahmen der Veranstaltung "Spiel und Spaß mit Hunden" am kommenden Sonntag in der Prater Hauptallee wieder die Möglichkeit an, den Hundeführschein gratis zu absolvieren." Anmeldungen zum freiwilligen Hundeführschein im Rahmen des Aktionstages "Spiel und Spaß mit Hunden" beim Veterinäramt Wien unter www.tierschutzinwien.at. Wer diese Gelegenheit wahrnimmt, erspart sich übrigens für ein Jahr die Hundeabgabe.

Im Vordergrund steht die Aufklärung - aber auch Strafen drohen

Die aktuelle Schwerpunktaktion soll den Wiener Hundehaltern die Regeln wieder verstärkt in Erinnerung rufen. Erinnert werden soll dabei auch an die 153 Hundeverbotszonen in Wien, das Hundeverbot auf Spielplätzen, Friedhöfen, im gesamten Lainzer Tiergarten und auf den Steinhofgründen. Daneben gibt es aber mehr als 120 Hundezonen mit einer Gesamtfläche von 830.000 m2.

Die Wiener Polizei setzt dabei auf Aufklärung. "Hundehaltern, die sich als uneinsichtig erweisen, steht ein Organmandat oder eine Anzeige ins Haus", erläutert Peter Goldgruber von der Wiener Polizei bei der heutigen Präsentation der Schwerpunktaktion im Prater abschließend.

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