Marek bei Ärztekammer-Diskussion: Medizinische Versorgung näher zu den Menschen bringen

Nein zu SPÖ-Spitalsschließungsplänen, Spitalsärzte entlasten, Pflege als größte Herausforderung

Wien (OTS) - "Hausärzte haben eine wichtige Funktion in der wohnortnahen Versorgung der Wienerinnen und Wiener - sie sind die Gesundheitsbegleiter und Präventionsexperten. Ihre Rolle muss gestärkt werden, denn ein starker niedergelassener Bereich verhindert Verlagerungen der Patientenströme in die Spitalsambulanzen." Das sagte ÖVP-Landesparteiobfrau Christine Marek gestern Abend bei einer Podiumsdiskussion vor zahlreichen Ärztevertretern, sowie ärztlichen und nichtärztlichen Berufsgruppen.

"Immer mehr Geld ins Gesundheitssystem zu investieren und dabei jegliche Umschichtung, Reform oder Synergienutzung abzulehnen, ist der falsche Weg. Klar ist aber, dass das hervorragende Gesundheitssystem in Österreich vor der großen Herausforderung steht. Wir können stolz darauf sein, dass die Menschen immer älter werden, aber damit steigt gleichzeitig auch der Bedarf an qualifizierten, wohnortnahen Pflegeangeboten", so Marek zur Frage nach der älter werdenden Gesellschaft. "Mit der 24-Stunden-Pflege haben wir einen großen ersten Schritt geschafft, jetzt sind weitere Anstrengungen insbesondere im Bereich der mobilen Pflegeangebote nötig." Weiters müssen mehr Anstrengungen in die Umwandlung von Akut-Betten in Akutgeriatrie-Kapazitäten unternommen werden. "Derzeit ist in der SPÖ-Gesundheitspolitik leider ein Trend zu großen Pflegeheimen feststellbar - hier braucht es mehr individuelle Angebote."

Einmal mehr lehnte Christine Marek die Spitalsschließungspläne der SPÖ ab: "Jedes Wiener Spital mit weniger als 300 Betten einfach zuzusperren ist ein gesundheitspolitischer Wahnsinn, dem viele kleine Versorgungseinheiten zum Opfer fallen würden, unter anderem die effizient arbeitenden Ordensspitäler. Diese Rasenmähermethode lehnen wir strikt ab", so Marek in aller Schärfe. Wir sagen Ja zu Schwerpunktbildungen und der Nutzung von Synergien, aber Nein zur Zentralisierung der Gesundheit in Mega-Krankenhäusern."

"Niemand will von einem übermüdeten Arzt behandelt werden", so Marek zur Frage nach Arbeitszeitverkürzungen im stationären Bereich. "Zentrale Herausforderung dabei ist die Frage der Finanzierbarkeit, aber zweifellos geht es darum, die Attraktivität des Berufes aufrecht zu halten, ärztlichem Personal mehr work-life-balance zu ermöglichen und damit die hohe Qualität der ärztlichen Betreuung auch in Zukunft sicherzustellen."

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