Wien: Psychiatrische Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden weiter ausgebaut

Wehsely und Dantendorfer eröffneten Übergangswohnhaus für psychisch Erkrankte

Wien (OTS) - Ein neues Übergangshaus für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Wien wurde heute, Mittwoch, von pro mente Wien eröffnet. Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely, FSW-Geschäftsführer Peter Hacker und Univ.Prof. Dr. Karl Dantendorfer, Obmann von pro mente Wien, waren bei der Eröffnung in der Kohlgasse 34 im fünften Wiener Gemeindebezirk mit dabei. Das Übergangshaus bietet vor allem jüngeren Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen im Anschluss an einen stationären Aufenthalt eine Wohnmöglichkeit mit intensiver Betreuung. Die Betreuung durch ein multiprofessionelles Team ist grundsätzlich aktivierend ausgerichtet, findet einzeln und in Gruppen statt und setzt auf die Stärkung von Fertigkeiten zur Alltagsbewältigung. So kann die künftig passende Wohnform mit größtmöglicher Selbstständigkeit erarbeitet werden. Dieses Angebot ist auf 18 Monate begrenzt und steht insgesamt 17 BewohnerInnen offen. Ziel ist die Erreichung der größtmöglichen Selbstständigkeit. "Die Stadt Wien baut die psychiatrischen Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stetig aus. Das neue Übergangswohnhaus, das wir über den Fonds Soziales Wien fördern, bietet eine wichtige Ergänzung in diesem Bereich. Klar ist aber auch, dass wir hier einen Schritt nach dem anderen setzen - und weitere Verbesserungen auf der Tagesordnung bleiben", stellte Wehsely klar.

"Das Übergangshaus ist ein perfektes Bindeglied zwischen Jugend-und Erwachsenenpsychiatrie - und zwischen Medizin und dem autonomen Leben", unterstrich Dantendorfer.

Wiener Psychiatriereform wird weiter fortgesetzt

"Die Stadt Wien wird die Reform der Psychiatrie weiter verfolgen", so Wehsely. Erst kürzlich wurde mit der Übersiedlung der Gesundheits- und Krankenpflegeschule von der Rudolfstiftung ins Kaiser-Franz-Josef-Spital Platz für die neue Psychiatrische Abteilung für die Bezirke 3 und 11 geschaffen.

Kinder- und Jugendpsychiatrie bleibt ein Schwerpunkt

Wien nimmt in der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen eine Vorreiterrolle in Österreich ein. "Der stetige Ausbau und die permanente Modernisierung der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist für die Wiener Kinder und Jugendlichen von größter Wichtigkeit. In den vergangenen drei Jahren wurden daher die Abteilungen für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Rosenhügel und im AKH Wien massiv erweitert, im neuen Krankenhaus Nord wird eine dritte Abteilung entstehen", unterstrich die Gesundheits- und Sozialstadträtin.

"Am Wiener Rosenhügel wurde im Juli die neu gestaltete Kinderstation eröffnet. Wir haben damit eine Umgebung, die perfekt auf die Bedürfnisse spielender Kinder ausgerichtet ist", so Prim. Dr. Ralf Gössler, Abteilungsvorstand der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Rosenhügel. Der Rosenhügel ist mit 28 Betten die zweitgrößte entsprechende stationäre Einrichtung in Wien. Insgesamt stehen nach dem Bettenausbau der letzten drei Jahre derzeit 64 Betten für die stationäre Behandlung zur Verfügung.

"Auch die Psychosozialen Dienste in Wien nehmen ihre Verantwortung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wahr. Wir sind auf dem Weg", erklärte PSD-Chefarzt Dr. Georg Psota. Das Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulatorium mit Tagesklinik wurde aufgrund des Bedarfs erweitert. Darüber hinaus wurde eine Ausbildungsstelle für FachärztInnen geschaffen. "Klar ist, dass es nach wie vor europaweit einen Mangel an Kinder- und JugendpsychiaterInnen gibt, nicht zuletzt, da das Fach jung ist. Wien unternimmt große Anstrengungen, damit das Fach für neue Generationen an ÄrztInnen attraktiv ist", so Psota. Seit 2007 gibt es einen kinder- und jugendpsychiatrischen Liaisondienst, auch betreute Wohngemeinschaften wurden weiter ausgebaut - mittlerweile werden fünf Krisenzentren durch den PSD betreut. (Schluss) me

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